Das Comeback der Zimmerpflanzen

Der hängende Blumentopf „Sky Planter“ von boskke setzt jede Art von Pflanze in Szene. Aus Feinkeramik oder recyceltem Kunststoff, Deckenseil aus Edelstahl. Über www.greenbop.de erhältlich.

Lange Zeit waren sie im modernen Wohnambiente geradezu verpönt, jetzt kommen sie wieder: die Zimmerpflanzen. Von der Yucca-Palme bis zum Kaktus, von der Erdbeere bis zur Zierpaprika, es wird wieder grün in unseren Häusern und Wohnungen, mit durchaus positiven Folgen für das Raumklima. Zimmerpflanzen filtern Schadstoffe aus der Luft und erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Damit die Pflanzen aber nicht altmodisch wirken, müssen sie auch entsprechend zur Schau gestellt werden – mit Stil und Style.

Um Zimmerpflanzen richtig zur Geltung kommen zu lassen, haben einige Designer ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und zahlreiche neue und überraschende Topf- und Halterungsvarianten ausgedacht. Öde Übertöpfe sind Schnee von gestern. Heute sind die Pflanzgefäße mit ungewöhnlichem Aussehen oder besonderen Formen oft die eigentlichen Stars, die die Pflanzen zur dekorativen Nebensache degradieren. In ihnen sehen selbst altbewährte Zimmerpflanzen absolut trendy aus. Von der Decke hängende Gärten, Gewächshäuser im Miniformat, Wandteppiche aus Grünpflanzen – der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt.
Ein Tipp: Mit ein bisschen Geschick lassen sich viele dieser Designerkreationen mit Alltagsgegenständen nachbauen. Setzen Sie Ihre Topfpflanzen doch in altes Geschirr. Sie werden erstaunt sein, wie Omas Sammeltasse mit ein bisschen Grün zum Hingucker mit der besonderen Note wird. Eine Kressehaube steht auch der angeschlagenen Sauciere gut. Einweckgläser, Milchflaschen oder bauchige Glasvasen eignen sich übrigens ebenfalls prima als Pflanzgefäße und mit Wasser gefüllt werden sie zum neuen Mini-Aquarium für Wasserpflanzen.

Easy Gardening: Hauptsache pflegeleicht

Was die Pflanzen zu Hause angeht, geht der Trend eindeutig hin zur Pflegeleichtigkeit. Gärtnern ja, aber bitte ohne großen Aufwand, lautet die Devise. Kein Wunder, dass automatische Gießsysteme Hochkonjunktur haben. Die genügsamen Sukkulenten und Kakteen liegen ebenfalls voll im Trend, schließlich brauchen beide Pflanzenarten nicht viel Wasser und mögen sandige Erde. Pflanzen Sie sie in spezielles Kakteensubstrat. Um sie groß zu ziehen, braucht man keinen grünen Daumen: Ein Südfenster reicht völlig aus. Dafür verwöhnen die weichen Sukkulenten und stacheligen Kakteen das Auge dann mit den unterschiedlichsten Grüntönen und Blattvarianten von weich gerundet bis zackig. Und wer schon einmal einen Kaktus hat blühen sehen, wird ihn nicht mehr hergeben. Da Sukkulenten und Kakteen mit wenig Erde auskommen, eignen sie sich zudem hervorragend zum Experimentieren mit ungewöhnlichen Gefäßen.
Auch die derzeit angesagten Mini-Pflanzen sind aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit ein Teil des beliebten Easy Gardenings. Gern werden auch dafür Sukkulenten verwendet, aber auch kleine Orchideen sieht man immer öfter in Miniformaten. Nicht alle Pflanzen eignen sich jedoch für die Bonsai-Variante im Minigefäß. Am ehesten funktioniert das Experiment Mini-Garten mit Topfpflanzen, die nicht viel Wasser benötigen. Denn je geringer das Erdvolumen, desto öfter muss gegossen werden.

Urban Gardening: Etwas zum Naschen gefällig?

Ein Trend, den man schon seit Jahren beobachten kann, ist das Urban Gardening. Erdbeeren, Radieschen, Tomaten – alles mögliche Essbare wird heute auf dem Balkon angebaut. Manche Zeitgenossen gehen sogar so weit und bevölkern ihr Wohnzimmer mit Gemüse und Kräutern. Nicht nur zum Naschen, sondern auch aus dekorativen Gründen. Lässt man Gemüse und Kräuter beispielsweise wachsen anstatt zu ernten, kann man sich an überraschend hübschen Blüten erfreuen. Probieren Sie es aus und geben Sie Ihren Radieschen und Zwiebeln, dem Knoblauch und dem Schnittlauch etwas Zeit. Wichtig für ein zufriedenstellendes Ergebnis ist, dass die Nutzpflanzen viel Sonne bekommen. Vor allem für Eltern von kleinen Kindern ist diese Art „Zimmerpflanzen“ gut geeignet. An ihnen kann der Nachwuchs getrost ausprobieren, wie sie schmecken. Garantiert ungiftig!

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