O Tannenbaum, o Tannenbaum

O Tannenbaum, o Tannenbaum

Wenn die Lichter an New Yorks berühmtestem Weihnachtsbaum am Rockefeller Center feierlich eingeschaltet werden, bekommen nicht nur Kinder leuchtende Augen. Es ist ein gesellschaftliches Highlight mit hoher Promi-Dichte. In diesem Jahr ist der Baum übrigens 24 Meter hoch. Und auch wenn der Baum im heimischen Wohnzimmer nicht ganz so groß ist wie der in New York, versprüht er doch dieselbe weihnachtliche Stimmung. Weihnachten ist das Fest der Liebe. Schon das gemeinsame Schmücken des Baumes führt die Familie zusammen. Christbaumkugeln, Anhänger in Form von Sternen, Engeln oder Herzen, Strohsterne und natürlich die Kerzen – immer öfter als LED – werden an den Tannenzweigen befestigt bis ein mehr oder weniger perfektes Baum-Schmuck-Ensemble entstanden ist. Mit etwa 80 % Anteil ist die Nordmanntanne in Deutschland übrigens am beliebtesten.

Früher war mehr Lametta! (Loriot)
Die ersten Christbaumkugeln wurden um 1830 geblasen und sind bis heute von keinem Baum mehr wegzudenken. Wer Geld sparen möchte oder einfach unzerbrechliche Kugeln möchte, der kann auf solche aus Kunststoff zurückgreifen. Traditionalisten stellt es dabei natürlich empört die Haare auf, praktisch ist es allemal. Immer seltener wird übrigens mit Lametta, 1878 als Neuerung in Nürnberg entwickelt, geschmückt. Als Christbaumbehang symbolisiert Lametta das Aussehen von glitzernden Eiszapfen. Das Topping des Baumes ist oft eine Spitze aus Glas oder ein Stern in Anlehnung an den Stern von Bethlehem, der den Heiligen drei Königen den Weg zum Jesuskind deutete.

Klassisch hin oder her, heute gilt auch beim Weihnachtsbaum: festlich und schön ist, was gefällt. Und das können auch Engelsflügel, Kugeln mit Federn, pinkfarbene Glasfiguren und Sprühschnee sein – oder gleich ein künstlicher Weihnachtsbaum in Pink.

Puristen und Umweltschützer greifen gerne auf einen wieder verwendbaren Baum in Form eines Holzgestells zurück. Einfach ein paar Kerzen bzw. Teelichter darauf, fertig!

Bedeutung des Weihnachtsbaums
Noch etwas Input für den Smalltalk beim Weihnachtsessen: Warum gibt es eigentlich den Brauch, einen Weihnachtsbaum aufzustellen? Immergrüne Pflanzen verkörpern Lebenskraft. So glauben die Menschen, dass er ihnen Gesundheit ins Haus bringe. Die ersten Aufzeichnungen über den Christbaum als einen allgemein üblichen Gebrauch stammen aus dem Jahr 1605 aus dem Elsass. Goethe, Schiller und E.T.A Hoffmann erwähnten den Weihnachtsbaum in verschiedenen Erzählungen. Als in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in evangelischen Kreisen der Christbaum schließlich ins Brauchtum übernommen wurde, trat dieser seinen Siegeszug in der breiten (christlichen) Bevölkerung an.

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