Wohnen in der WG: Tipps für ein harmonisches Zusammenleben

Gerade in einer Studenten-WG ist das Budget für die Anschaffung neuer gemeinschaftlich genutzter Möbel nicht allzu üppig. IKEA bietet junges Design zu moderaten Preisen.

Im Oktober beginnt das neue Semester und zahlreiche Studentinnen und Studenten tauschen zum ersten Mal das Jugendzimmer im Elternhaus gegen eines in einer Wohngemeinschaft. Hier ein paar Tipps für einen guten Start ins frische WG-Leben.

Tipp 1: WG-Regeln bekannt?

In einer WG leben ganz unterschiedliche Menschen auf relativ engem Raum zusammen. Für ein harmonisches Miteinander sind Regeln, die für alle gelten, unerlässlich. Wer neu in eine WG einzieht, sollte daher diese Regeln kennen und am besten vor dem Einzug erfragen. Neu gegründete WGs sollten sich selbst ein kleines Regelwerk geben und darin unter anderem folgende Fragen klären:

  • Gibt es festgelegte Küchen- oder Badzeiten?
  • Wie werden die Gemeinschaftsräume genutzt?
  • Wann und wie werden die gemeinschaftlich genutzten Räume geputzt?
  • Dürfen Partys gefeiert werden? Und wenn ja, wie oft und in welcher Größe?
  • Ab wann etwa ist Ruhezeit?
  • Sind Haustiere erwünscht oder eher nicht?

Je mehr Fragen vorab geklärt sind, desto eher weiß man auch, ob man zueinander passt und ob man sich in der WG wohlfühlen wird.

Tipp 2: Eigenes Kühlschrankfach?

Der Kühlschrank gibt in vielen WGs Anlass zum Streit. Der Joghurt, der vom Mitbewohner aus Versehen einfach weggegessen wurde, oder auch biologische Experimente wie der vergessene Nudelauflaufrest von vorletzter Woche können für Unmut sorgen. Am ehesten geht man dem aus dem Weg, indem jeder Bewohner sein eigenes Kühlschrankfach erhält, für das er dann auch selbst verantwortlich ist. Auch Regale und Küchenschränke lassen sich so aufteilen. Das heißt aber nicht, dass man nicht auch gemeinsam kochen, backen und essen kann. Dann sollten die Lebensmittel aber auch gemeinsam eingekauft werden.

Tipp 3: Putzplan erstellen und einhalten

Wenn es sich nicht gerade um eine Luxus-WG mit eigener Reinigungskraft handelt, dann müssen die WG-Bewohner auch den Haushalt und das Putzen übernehmen. Damit aber nicht immer nur der mit dem stärksten Sauberkeitsempfinden die lästige Arbeit übernimmt, darf in einer WG der Putzplan nicht fehlen. Jeder Mitbewohner bekommt darin bestimmte Tage zugeteilt, an denen er für bestimmte Haushaltsaufgaben wie Bad putzen oder Staubsaugen verantwortlich ist. Ach ja, und das Befüllen und Ausräumen der Spülmaschine sowie das Müll-Wegbringen gehört ebenfalls auf den Putzplan.

 Tipp 4: Einrichtung der WG

Das eigene Zimmer richtet sich jeder WG-Bewohner in der Regel selbst nach dem eigenen Geschmack ein. Einrichtungstipps gibt es hier. Doch wie sieht das bei den gemeinschaftlich genutzten Räumen wie Küche, Essbereich, Bad und Garderobe aus? Wenn ein Mitbewohner hierfür etwas der Allgemeinheit zur Verfügung stellt, ist es ratsam, das auch irgendwo zu notieren. Denn bei dessen Auszug wird er das Möbelstück wieder mitnehmen wollen. Eine andere Möglichkeit ist es, eine gemeinsame Haushaltskasse zu führen, über die dann gemeinschaftlich genutzte Möbel oder auch Gebrauchsgegenstände wie Toilettenpapier oder Putzmittel bezahlt werden. Allerdings sollte auch dann geregelt sein, was mit den gemeinschaftlich angeschafften Dingen passiert, wenn einer auszieht oder sich die WG auflösen sollte.

 Tipp 5: Toleranz und Rücksicht sind das A und O

Die wichtigsten Tugenden eines guten WG-Bewohners lauten Toleranz und Rücksicht. Denn in einer WG muss man ständig Kompromisse schließen. Wenn ein Mitbewohner beispielsweise am nächsten Tag eine Prüfung schreibt, sollte man nicht bis spät in die Nacht eine Party feiern. Auch Offenheit im Umgang sind in einer WG wichtig. Wie soll der unordentliche Mitbewohner sonst wissen, dass einem die kreuz und quer im Flur herumstehenden Schuhe stören, wenn es ihm niemand sagt? Wer das beherzigt, der kann das WG-Leben mit all seinen Vorteilen so richtig genießen und jede Menge Spaß haben. Oft werden WG-Bewohner zu Freunden fürs Leben.

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