Terrassendächer: Im Herbst den Garten genießen

Ein echter Lieblingsplatz am Haus, gut vor Regen geschützt: Das Terrassendach erweitert den Lebensraum nach draußen.

Geschützt vor Regen und Wind den Garten und die Natur genießen – dafür eignen sich Terrassendächer. Mit etwas mehr Aufwand lässt sich damit sogar der Wohnraum erweitern.

Wenn es jetzt kühl und herbstlich wird, kommt bei vielen von uns Wehmut auf: Wir räumen die Gartenmöbel in Keller oder Schuppen, motten die Polster ein und ziehen uns wieder ins Haus zurück. Ach, wie schön wäre es, den Morgenkaffee noch ein wenig länger auf der Terrasse genießen zu können. Und das ist tatsächlich möglich: mit einem Terrassendach.

Es hat eine ganze Reihe von Vorteilen, und das nicht nur im Herbst: Man sitzt geschützt vor Regen, kann abends länger bei angenehmer Temperatur draußen bleiben, weil unterm Dach und nahe der Hauswand ein sanftes Mikroklima entsteht. Wird das Dach zusätzlich mit verschiebbaren Glaswänden versehen, ist man auch vor Wind geschützt, erweitert seinen Wohnraum nach draußen und hat in der kalten Jahreszeit einen unbeheizten Wintergarten. Hier können nicht nur viele Kübelpflanzen überwintern, sondern auch die Gartenmöbel. Und an sonnigen Tagen wird es darin sogar angenehm warm.

Natürlich müssen die Konstruktionen Wind und Wetter standhalten, einem Sturm genauso wie hoher Schneelast. Das ist der Grund dafür, dass Glasdächer, die ja eigentlich filigran und zurückhaltend aussehen könnten, auf kräftigen Metallprofilen ruhen. Als Alternative bieten sich Konstruktionen an, die zierlicher wirken, aber wie Markisen bei entsprechenden Wetterlagen eingeholt werden müssen.

Ein echtes Terrassendach – ob mit Glaswänden drumherum oder nicht – ist zudem ein Anbau, für den man nicht selten eine Baugenehmigung braucht. Da das Baurecht in Deutschland Ländersache ist, weichen die Bestimmungen für Terrassendächer von Bundesland zu Bundesland voneinander ab. In Hamburg und Bayern etwa ist es bis zu einer Größe von 10 Meter Breite und 3 Meter Tiefe genehmigungsfrei, in Hessen gibt es keine Einschränkungen, in Rheinland-Pfalz nur eine auf eine maximale überdachte Fläche von 50 Quadratmeter. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, beim zuständigen Bauamt eine Bauvoranfrage zu stellen. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Allerdings gibt es eine weitere Einschränkung, die vor allem Hausbesitzer in eng bebauten Vierteln betrifft: den Abstand des Anbaus zur Grundstücksgrenze. In der Regel muss der drei Meter betragen. Sonst braucht man das schriftliche Einverständnis des Nachbarn.

Ein weiteres wichtiges Thema: die Verschattung. Da ein Terrassendach ja das ganze Jahr über den Freisitz am Haus überdacht, muss es auch bei herrlichem Sommerwetter für angenehme Temperaturen sorgen. Das gelingt nur mit einer Verschattung, die in die Konstruktion integriert werden sollte. Sonst kann es unterm Glasdach sehr schnell unerträglich heiß werden.

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