Südtirol im Herbst: Kulinarische Highlights in romantischem Ambiente

Südtirol im Herbst: Kulinarische Highlights in romantischem Ambiente

Eine Landschaft fast wie gemalt, Wälder in einer Farbenpracht, die dem Herbst alle Ehre macht, azurblauer Himmel, ein Licht, das intensiver und klarer nicht sein kann: Dahinter eine atemberaubende Bergkulisse und bis in den Spätherbst hinein noch angenehme Temperaturen, die zu romantischen Wanderungen einladen. In diese spätherbstliche Zeit fällt in Südtirol die Weinlese, die jedes Jahr Anlass für zahlreiche volkstümliche Bräuche ist. 

 

Einer der beliebtesten Bräuche ist das sogenannte „Törggelen“, das mittlerweile auch über die Südtiroler Landesgrenzen hinaus bekannt ist und gepflegt wird. Entstanden aus dem Wunsch, den Abschluss der Weinlese und die ersten Weine des Jahres zu feiern, ist das Törggelen mittlerweile eine sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern beliebte Gelegenheit, sich intensiv den kulinarischen Genüssen der jeweiligen Region hinzugeben. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen (torculus = Weinpresse), als „Torggl“ wurde der Raum bezeichnet, in dem die Weinpresse stand. Weinkeller, Weinfässer, aus denen der Jungwein (Nuier) fließt, und düstere, feuchte Gemäuer, in denen das Törggelen ursprünglich stattfand, gehören bei diesem Brauch allerdings der Vergangenheit an. Heute wird in bequemen und freundlichen Buschenschänken oder romantischen Gasthäusern ausgeschenkt und serviert.

 

Der Duft nach Geräuchertem (Speck, Geselchtes, Hauswürste) und Kraut paart sich mit den Aromen von Käse und hausgemachten Krapfen und Knödel. Die Vielfalt und Fülle des Angebotenen ist grenzenlos und man sollte auf jeden Fall einen guten Hunger mitbringen, um keine Köstlichkeit auszulassen. Zu später Stunde, wenn man eigentlich schon meint, nichts mehr essen zu können, werden als Abschluss die „Keschtn“, wie die Kastanien in Südtirol genannt werden, heiß aus dem Ofen serviert. Ein solcher Festschmaus lässt erahnen, welchen Stellenwert Essen und Trinken in früherer Zeit hatte, wo es nicht selbstverständlich war, jeden Tag satt zu werden, und wo man aß, was die jeweilige Jahreszeit an Genüssen zu bieten hatte.

 

Wer mehr über Kastanien wissen will und die kulinarischen Genüsse mit einem besonderen Erlebnis in der Natur verbinden will, dem empfiehlt es sich, ein Stück eines Kastanienwegs („Keschtenweg“) zu wandern: Wege gesäumt von Kastanienbäumen, unterbrochen von idyllischen Dörfern, die eingebettet in malerischer Landschaft liegen, wo man jederzeit eine Gaststätte finden kann, um sich nach den Anstrengungen zu laben. Unvergessen werden diese Tage bleiben, eine Auszeit der besonderen Art, manchmal braucht es nicht viel, um dem Alltag für einige Stunden zu entfliehen und in vielerlei Hinsicht gestärkt nach Hause zurückzukehren.

 

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