Das Revival von Makramee und Co.

Im Großformat lässt Madam Stoltz Palmblätter von Hand zu natürlichen Wandbildern flechten. Die Enden hängen lässig herab

Bilder und Poster bekommen jetzt textile Konkurrenz. Wandschmuck aus Wolle und Stoff ist angesagt wie nie. Und die Knüpfkunst der 70er feiert ein fulminantes Comeback: Makramee.

Instagram und Pinterest platzen geradezu vor Inspirationen zu Makramee. Die Knotenkunstwerke, die vielleicht noch einige aus dem Handarbeitsunterricht der Seventies kennen, erleben just ein gigantisches Revival. Wer im Trend sein will, der gönnt sich einen geknüpften Wandbehang.

Der Boho-Stil hat die Makramee-Welle angestoßen. Und die wollene Wandkunst passt perfekt zur neuen Gemütlichkeit, nach der sich gerade alle in den eigenen vier Wänden sehnen – und vor allem zum omnipräsenten Naturtrend. Mit Bastkörben, Fellen, Keramik, Zimmerpflanzen und eben textilem Wandschmuck wird‘s ruckzuck behaglich.

Individuellen Wandschmuck selber machen

Die uralte Knüpftechnik, die übrigens ihre Wiege im Orient hat und schon im 13. Jahrhundert nach Europa gelangt, bedient wie kaum ein anderer Einrichtungstrend den Wunsch nach Individualität. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich die eigene Makramee-Kunst leicht selbst aus Wolle oder traditionell aus Hanf herstellen. Die Social Media-Kanäle sind voller Tutorials.

Wandbehänge oder Traumfänger aus Makramee sind echte Hingucker und fordern demensprechend Raum an der Wand. Die zarten Kunstwerke machen sich gerade in Weiß oder Naturtönen auch auf farbigen Wänden dekorativ. Opulente Exemplare können im Schlafzimmer glatt das Betthaupt ersetzen, kleinere Wandhänger wirken besonders schön im Mix mit Grünpflanzen – warum nicht einmal an einem witterungsgeschützten Plätzchen auf der Terrasse.

Tücher und Teppiche an der Wand

Analog ausdruckstarker Leinwandkunst kommen neben Makramee auch Tücher und Teppiche immer häufiger an die Wand. Traditionelle Muster sind ebenso angesagt wie moderne Interpretationen. Riesige Wandtücher mit Mandalas oder spirituellen Symbolen aus Indien bringen Boho-Flair ins Interieur. Auch gemusterte Strand- und Hammamtücher lassen sich wunderbar als Wandkleider zweckentfremden.

Textile Schulwandkarten mit historischen Motiven, gleich ob aus der Botanik oder der Geographie, werden just wieder neu für den Einrichtungsmarkt aufgelegt. Klassische Wandteppiche erfahren ebenfalls eine Renaissance. Was auf dem Fußboden gut aussieht, macht eben auch an der Wand eine gute Figur. Insbesondere gewebte Kelims kommen in der Senkrechten schön zur Geltung.

 

Ein Artikel von Tanja Müller

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