Zero Waste – mit weniger Abfall leben

Der Stuhl „R.U.M.“ wird aus Kunststoffabfällen aus dem Meer gefertigt. In ihm stecken zwei Kilogramm Fischernetze und 80 Prozent recycelter Stahl.

Abfall im Wohnalltag zu reduzieren ist gar nicht so schwer. Wer bewusst einkauft und sein Konsumverhalten überdenkt, verringert seinen ökologischen Fußabdruck schneller als gedacht. Und das Beste: Es macht richtig Spaß!

„Zero Waste“ steht für einen modernen Lebensstil, dem sich immer mehr Menschen verpflichtet fühlen. Überflüssigen Müll und Ressourcenverschwendung vermeiden ist dabei das erklärte Ziel. Das fängt bei den Lebensmitteleinkäufen an und geht bis zur Planung des nächsten Urlaubs. Mehrweg statt Einweg, Glas- statt Kunststoffflaschen, Stoffbeutel statt Plastiktüten, Lebensmittel lieber unverpackt als verpackt kaufen – Wege, Zero Waste im Alltag umzusetzen, gibt es viele. Und auch in Sachen Wohnen lässt sich jede Menge Abfall vermeiden. Hier ein paar Ideen.

Möbel und Wohnaccessoires, die Müll minimieren

Weil die Nachfrage nach nachhaltigen Möbeln und Dekoaccessoires steigt, gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Recycling-Einrichtungsständen: vom aus Meeresmüll hergestellten Stuhl über den aus Kunststoffabfällen der Industrie gewebten Teppich bis hin zu Kaffeetassen aus Kaffeesatz. Wer mit offenen Augen das Angebot durchforstet, findet zahlreiche Beispiele. So erhalten etwa auch gebrauchte PET-Flaschen ein neues Leben in Form von stylischen Einrichtungsgegenständen wie Aufbewahrungskisten, Teppichen oder sogar Kinderstühlen.

Plastik durch Alternativen ersetzen

Was für das Einkaufen von Lebensmitteln gilt, lässt sich auch im Wohnalltag umsetzen: Ersetzen Sie Plastik durch recycelbare Alternativen wie Papier, Glas oder Metall! Die neue Kehrschaufel zum Beispiel gibt es auch in Edelstahl und die Sprudlerflasche ist besser aus Glas als aus Kunststoff. Auch für die Zahnbürste gibt es eine Alternative aus schnell wachsendem Bambus, und bei Vorratsdosen greift man lieber zu nachhaltigen Varianten wie solchen aus Weizenstroh, die obendrein auch noch optisch einiges hermachen. Wer bewusst nach Plastikalternativen sucht, wird fast immer fündig. Manchmal reicht es schon, sich an Omas Variante zu erinnern: Ein Weidenkorb beispielsweise eignet sich prima zum Wäschetransport.

Upcycling und Do-it-yourself

Nicht alles, was alt ist, muss auf den Müll. Mit ein bisschen Kreativität lässt sich vieles zu etwas schönem Neuem gestalten. Im Handumdrehen wird so aus einer alten Glasflasche ein Kerzenständer, aus Obstkisten ein Regal oder aus einem alten Autoreifen ein bequemer Hocker. Besonders einfach umzusetzende Ideen für die Weihnachtsdeko finden sich im Buch „Zero Waste Weihnachten“ aus dem frechverlag. Wer nicht selbst zu Werke gehen möchte, kann aber auch auf fertige Upcycling-Produkte zurückgreifen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem neuen Sideboard aus alten Schubladen?

Haushaltsutensilien, die Abfall vermeiden

Mit den richtigen Helferlein im Haushalt lässt sich ebenfalls unnötiger Abfall vermeiden. Filterlose Staubsauger etwa kommen ohne Beutel aus und wer sein Leitungswasser sprudelt statt Mineralwasserflaschen zu kaufen, spart nicht nur Müll sondern auch Geld. In der Brotbox halten sich Backwaren genauso frisch wie in Alufolie oder Plastiktüte. Außerdem gibt es auch bei den Haushaltsgeräten Produkte, die aus Recyclingmaterialien hergestellt werden, wie zum Beispiel Pfannen aus recyceltem Aluminium. Auch ein Fahrrad aus alten Kaffeekapseln wurde schon gebaut.

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