Shine on, you crazy diamond – Möbel in den besten Jahren

Shine on, you crazy diamond – Möbel in den besten Jahren

Mit Möbeln ist es wie mit Kleidung oder Schuhen: So richtig wohl fühlt man sich meist in Sachen, die schon eine ganze Zeit auf dem Buckel haben, ausgefranst hier und da, an manchen Stellen abgestoßen – kurzum: nicht mehr glänzend und neu, aber eben auch perfekt angepasst an die Trägerin oder den Träger. Und damit sind diese siegreich im Ausscheidungsrennen der Stücke, die noch – oder erst recht – geliebt werden, wenn der Lack längst ab ist. Da steckt Leben drin, Biographie, Geschichte und Geschichten. So etwas kann man neu nicht kaufen.

Auch bei der Gestaltung von Wohnraum sind Elemente mit „Lebenszeichen“ im Kommen. Im Kontrast zu blitzend blanken Neuanschaffungen kann ein altes Sofa, geerbt von den Großeltern oder auf dem Flohmarkt entdeckt, richtig Leben und Schwung in die Bude bringen, die mit neuen Möbeln und Accessoires doch ein wenig zu „clean“ und statisch gewirkt hätte. Ein alter, schon etwas abgewetzter Ledersessel könnte zum Lieblingsplatz für den entspannten Abend mit einem guten Buch werden.
Zusammenhang unklar Daneben entwickelt die neue Designer-Stehlampe gleich noch wesentlich mehr mondänen Charme. An einem massiven Esstisch, der schon einiges auf dem sprichwörtlichen Kerbholz hat, bleiben alle auch nach dem Essen noch gerne sitzen und erzählen oder diskutieren. Bei der Gestaltung eines edlen Wohnraums muss nicht immer alles neu sein. Die geschickte gekonnte Kombination aus neuen und alten Dingen ist es, die das gewisse Etwas erzeugt, das den Raum über den bloßen Nutzeffekt hinaus zum Lebensraum im besten Sinne macht.

Auch der Boden kann ein zentrales Element bei der Schaffung wirkungsvoller Alt-Neu-Kontraste sein. Ein schon bewohnter, benutzter Boden vermittelt mehr Wohnlichkeit als ein neuer, glatter, aber eben auch etwas anonymer Belag. Lleider sind nutzbare schöne alte Böden heutzutage relativ selten anzutreffen. Eine Lösung, wenn ein neuer Boden her muss, der aber wie ein alter wirken soll, können Landhausdielen mit natürlicher Oberflächentextur sein. Solche aufwendig mit Beize, Farbölen und althergebrachten Methoden wie Schroppen, Dämpfen und Räuchern behandelten Dielen entwickeln mit ihrer ursprünglich-naturbelassenen Oberfläche schon im Neuzustand eine Atmosphäre fast wie ein alter Dielenboden. Der Rest ist nur noch eine Frage der Zeit.

 

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