Mit Farbe lebt sich’s bunter!

Bunte Kissen und Tischläufer sind der ideale Einstieg, um die belebende Wirkung von Farbe zuhause auszuprobieren.

Kein Element der Raumgestaltung beeinflusst unsere Stimmung  so stark wie die Farben um uns herum. Bringen wir also mit den richtigen Akzenten mehr Schwung ins Leben. Lesen Sie hier, wie Sie zum besten Ergebnis kommen.

Farbe wirkt – und wie! In einem kräftig-rot gestrichenen Raum liegt der Ruhepuls im Durchschnitt zehn Pulsschläge höher als in einem zart-blauen. Auch unser Temperaturempfinden kann je nach Raumfarbe um bis zu vier Grad variieren. Wie wäre es also, ein Nordzimmer in wärmeren Farben, ein Südzimmer in kühlen Tönen zu gestalten? Warme Farben erscheinen zudem näher als kalte. Mit einem kühlen Türkis kann ich also einen Raum optisch weiter erscheinen lassen. Dunkle Farben wirken schwerer als helle Farben, weswegen die meisten Menschen eine Zimmerdecke intuitiv hell streichen.

Die Wirkung auf die Psyche
Die psychologische Wirkung von Farben ist mittlerweile durch Studien belegt, aber natürlich ist angesichts der Vielzahl von Farbtönen schwer, einen Überblick zu bekommen. Hier eine Auswahl:

Blau hat eine beruhigende Wirkung und eignet sich daher gut für Schlafräume.
Gelb wirkt anregend und ist eine ideale Farbe für Plätze, an denen kommuniziert werden soll wie am Essplatz oder in der Wohnküche.
Rot hat eine anregende Wirkung, sollte aber auf Grund der starken Leuchtkraft eher als Akzent eingesetzt werden.
Grün steht für Frische und Vitalität und fördert die Kreativität. Gedämpfte Grüntöne können – wie der Blick in die Natur – beruhigen.

Weitere Informationen über Farben und Psyche bekommen Sie hier.

Die Leuchtkraft beachten
Wichtig für die Wirkung einer Farbe ist aber nicht nur der Farbton, sondern auch ihre Leuchtkraft. Dieser so genannte Lichtwert ist sehr unterschiedlich. Rot leuchtet intensiver als Blau, Gelb dreimal so stark wie Blauviolett. Stark leuchtende Farben brauchen daher keine großen Flächen, um zur Geltung zu kommen.

Auch Holz hat eine Farbe…
… und sollte ins Farbkonzept einbezogen werden. So lässt sich das gelb-rötliche Buchenholz gut mit warmen Tönen unterstrichen, während eine weiß gekalkte Eiche mit kühlen Farbtönen schön zur Geltung kommt. Umso hilfreicher, für die gewünschte Atmosphäre aus verschiedenen Holzarten und Farbnuancen genau den richtigen Parkettboden auswählen zu können.

So probieren Sie’s aus

  1. Probefläche anlegen. Farbwirkungen werden oft unterschätzt. Um zu sehen, ob eine Farbe passend ist, reicht es nicht, eine kleine Farbkarte an die Wand zu halten. Besser ist es, mit einem Farbtester eine große Tapetenbahn zu streichen. Farben wirken auch je nach Untergrund unterschiedlich. Eine raue Oberfläche lässt die gleiche Farbe dunkler erscheinen als eine glatte.
  2. Die Farbe an Ort und Stelle testen. Licht verändert Farben. Deswegen sollte man ihre Wirkung auch dort ausprobieren, wo die Wand gestrichen werden oder der Vorhang hängen soll. Auch Kunstlicht verändert Farben stark. So wirken bei Glühlampenlicht Rot und Gelb wärmer, Grün gelblicher, Blau grünlicher und Blauviolett gräulicher.

Der richtige Einstieg: Akzente setzen
Wer sich aus der alten Gewohnheit von weißen Wänden und gedeckten Möbelfarben lösen möchte, kann klein anfangen – und schon damit Erstaunliches bewirken! Eine dunkelrot gestrichene Nische, leuchtend bunte Kissen auf dem Sofa oder ein kräftig gemusterter Teppich setzen frische Akzente und bringen mehr Leben ins Zuhause.

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