Kleine Räume größer wirken lassen

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Bad, Kinderzimmer oder Flur im Miniformat? Fast jeder hat in seinem Wohnumfeld einen Problemraum, der gut und gerne um ein paar Quadratmeter größer hätte ausfallen können. Doch mit dem passenden Profi-Know-how lässt sich die fehlende Größe mehr als wett machen. Denn wer richtig einrichtet und gestaltet, kann eine beengte Wohnzelle in ein gemütliches, stimmiges Zimmer verwandeln. Hier die wichtigsten Tipps und Regeln, wie Sie mehr aus Ihren XXS-Räumen herausholen:

Patentrezept: gezielte Farbwahl
Die Grundlage für jede optische Vergrößerung eines Raums ist die richtige Wahl von Wand- und Deckenfarbe. Sie kann wahre Wunder bewirken. In kleinen Räumen sollten Sie eher helle Töne und Farben wie Blau bzw. blaustichige Grün- oder Grautöne nehmen, die in den Hintergrund treten. Die zweite Regel: Tragen Sie einen Farbton großflächig auf und verzichten Sie lieber auf kleine Muster. Denn das kann schnell kleinteilig wirken. Bei einem ungewöhnlich hohen Raum kann man die Decke dunkler als die Wände streichen, damit er niedriger wirkt. Das Prinzip funktioniert auch andersherum: Wenn Sie die Decke heller streichen als die Wände, strecken Sie den Raum optisch in die Höhe.

Einheitlich gestalten
Insgesamt sollten Sie bei der Innenausstattung eine Farbfamilie verwenden, also möglichst alle Elemente im Zimmer wie Wände, Böden und Decke, Möbel und Dekoration in einer Farbe wählen. Damit es nicht zu langweilig wird, können Sie dabei unterschiedliche Nuancen einer Farbe einsetzen. Wie schon an den Wänden gilt auch für den Boden, dass er möglichst einheitlich und hell sein sollte. Großformatige Elemente wirken weitläufiger, während kleinere den Raum „zusammenziehen“. Das heißt, setzen Sie auf großformatige Fliesen statt auf Mosaik und auf breite, lange Dielen anstelle von Stabparkett. Und wählen Sie die Verlegerichtung von Laminat und Parkett so, dass man das Raummanko aufhebt. Ein Beispiel: Einen langen Flur verkürzt man optisch mit quer gelegten Elementen. Auch bei den Bildern sollten Sie auf die Wirkung achten: In kleinen Räumen besser wenige, große Bilder aufhängen anstatt vieler kleiner Bilder!

Filigranität und Transparenz
Wenn mit der Ausstattung das Fundament gelegt worden ist, geht es an die Einrichtung. Als Grundregel für kleine Räume gilt die Binsenweisheit: Nicht alles zustellen! Wählen Sie stattdessen systematisch und planvoll Möbel aus. Am besten sind multifunktionale Einrichtungsgegenstände wie etwa ein Beistelltisch, der gleichzeitig auch Sitzgelegenheit sein kann. Generell sollten Sie auf filigrane Möbel zurückgreifen, indem Sie beispielsweise einen Esstisch auf dünnen Beinen mit Drahtgeflecht-Stühlen kombinieren. Außerdem sollten Sie den Raum nicht durch die Einrichtung unterteilen. Ein Tipp: Spiegel weiten den Raum. Dezent im Raum platziert, ist ein Spiegel ein echtes Geheimrezept für Weitläufigkeit, auch weil er das Licht reflektiert und im Raum verteilt.

Stimmige Beleuchtung
Einen starken Einfluss auf die Raumwirkung hat natürlich auch die Beleuchtung. Wenn der Raum ein großes Fenster besitzt, sollten Sie darauf achten, dass das Tageslicht weit ins Zimmer einfallen kann. Verzichten Sie auf Vorhänge oder wählen Sie für die Fensterdeko möglichst lichtdurchlässige Materialien. Bei der künstlichen Beleuchtung ist es gut, wenn Sie viele unterschiedliche Lichtquellen einsetzen und neben der Spotbeleuchtung auch mit diffusem Licht arbeiten. Lichtleisten oder Deckenfluter sind dafür ideal.

Last, but not least: Ordnung halten
Das Handy auf dem Tisch, daneben die gerade gelesene Zeitschrift und ein Stift – in einem großen Raum mag das vielleicht noch einigermaßen dekorativ aussehen, in einem kleinen jedoch wirkt das sofort unordentlich und unruhig. Deshalb sollten Sie gerade bei kleinen Räumen viel Stauraum schaffen. Das gilt auch fürs Bad! Also besser eine Kommode mit Schubladen wählen als ein offenes Regal. Und selbstverständlich müssen Sie auch Ordnung halten und aufräumen, damit der Raum nicht „überquillt“.

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