Klappstühle: praktisch – und sehr attraktiv

Klappstühle: praktisch – und sehr attraktiv

Wenn Gäste kommen, sind sie schnell hervorzaubert und machen aus dem Ess- oder Küchentisch die große Runde. Das Gute an den Modellen, die wir präsentieren: So bescheiden sie sich in der Zimmerecke zurücknehmen, so überzeugend ist ihr Auftritt, wenn sie gebraucht werden.

 

Das Image des Klappstuhls könnte besser sein. Er steht im Ruf des Notbehelfs und kommt ja auch meist zum Einsatz, wenn mehr Gäste da sind, als Gastgeber für ihre Tafelrunde eigentlich vorsehen. Dieses Vorurteil lässt sich mühelos bestätigen – mit unbequemen Klappstühlen aus Plastik, wie sie etwa bei einem prominenten Möbelhaus für 5,99 Euro zu haben sind. Es lässt sich aber auch mühelos widerlegen! Indem dort Stühle platziert werden, die ihrer eigentlichen Funktion wunderbar genügen: dass man einen angenehmen Abend darauf verbringen mag.

 

Zugegeben, das ist für Designer keine leichte Aufgabe. Sie müssen einen guten Kompromiss finden zwischen den drei Bedürfnissen, die ein Klappstuhl zu erfüllen hat:

  1. im zusammengeklappten Zustand möglichst wenig Platz einnehmen und trotzdem
  2. möglichst bequemes Sitzen ermöglichen sowie
  3. dank attraktiver Gestaltung ein gern gesehenes Möbelstück in der Runde darstellen.

 

Hier zeigt sich dann wahre Meisterschaft. Etwa wenn Stars wie Jasper Morrison oder David Chipperfield sich dieser Herausforderung annehmen. Die Klappstühle „Folding Air Chair“ und „Piana“ aus ihren Ateliers überzeugen gestalterisch ebenso wie ergonomisch. Es gibt sie sowohl als knallig-farbene Akzente wie zurückhaltend in Grau, Schwarz oder Weiß.

 

Aber natürlich ist der Klappstuhl auch ein willkommenes Tummelfeld für Tüftler. Wie lässt er sich am leichtesten falten, wie am besten verstauen? „Tilt“ vom amerikanischen Hersteller „Folditure“ gibt darauf neue Antworten. Der Stuhl ist eine filigrane Konstruktion aus Multiplex, Scharnieren und Stahlseilen, zusammengefaltet nicht mehr als 16 Millimeter dick. Der Clou: Er lässt sich an die Garderobenstange hängen. So einfach kann Gastfreundschaft sein: Wir nehmen dem unerwarteten Besucher die Jacke ab und reichen ihm im Gegenzug seinen Stuhl. Herzlich Willkommen!

Autor: Sven Rohde

 

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