Wärmespender-ABC: Kamine und Kachelöfen mit Wohlfühlfaktor

Feuer und Flamme: Es gibt kaum jemanden, der sich der unvergleichlichen Anziehungskraft eines brennenden Holzfeuers entziehen kann – vor allem wenn es sich so imposant wie hier in einem offenen Kamin präsentiert.

Mit Holz befeuerte Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen spenden nicht nur Wärme, sondern sind heute auch echte Design-Hingucker fürs Wohnambiente. Dabei hat jede Variante ihre eigenen Vorzüge, wie unser kleines Wärmespender-ABC zeigt.

Ob es nun ein Kamin, ein Kaminofen oder ein Kachelofen sein soll, ist nicht nur eine Frage der Optik. Denn auch wenn von allen Varianten die unvergleichliche Anziehungskraft des Flammenspiels eines Feuers ausgeht, heizt jede Art anders. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Arten der Befeuerung. Unser Mini-Lexikon erklärt die Unterschiede.

H wie Heizkamin

Der Kamin ist die ursprünglichste Form des Heizens mit Holz. Offene Kamine haben im Vergleich zu Kamin- oder Kachelöfen einen niedrigeren Wirkungsgrad. Deshalb züngeln die Flammen heutzutage in der Regel hinter großen Glasscheiben – übrigens nicht nur bei Kaminen, sondern auch in Kachel- und Schwedenöfen. Durch die geschlossene Bauweise entweicht weniger Wärme über den Schornstein. Der große Vorteil eines Heizkamins: Über Öffnungen gelangt die warme Luft als sogenannte Konvektionswärme besonders schnell in den Raum und das Feuer wird durch den meist großzügigen Feuerraum perfekt in Szene gesetzt.

K wie Kachelofen

Kachelöfen werden immer gemauert. Je mehr Speichermasse ein Kachelofen aufweist, desto mehr Strahlungswärme gibt er nach und nach ab. Und diese Wärme wird als besonders behaglich empfunden. Denn im Gegensatz zur Konvektionswärme erhitzt Strahlungswärme nicht die Raumluft, sondern die im Raum befindlichen Gegenstände, die wiederum die Wärme gleichmäßig und ohne Luft- bzw. Staubverwirbelungen an die Raumluft abgeben. Doch reine Grund-Kachelöfen, die besonders viel Strahlungswärme abgeben, sind sehr träge. Eine schnellere Wärmeabgabe mit rund 70 Prozent Konvektionswärmeabgabe bieten daher Warmluftkachelöfen mit Gussheizeinsatz. Ein Kombi-Kachelofen vereint beide Varianten, erzeugt schnell Wärme und hat eine höhere Wärmespeicherfähigkeit als reine Warmluftkachelöfen durch gemauerte keramische Heizgaszüge.

S wie Schwedenofen

Der Name verrät es: Die ersten Kaminöfen stammten aus Skandinavien, weshalb sie heute auch noch oft als Schwedenöfen bezeichnet werden. Ein Kaminofen ist besonders platzsparend und hat üblicherweise einen metallenen Feuerraum, der mit Schamotte ausgekleidet ist. Die Einzelöfen gelten als „Sprinter“ unter den Holzfeuerstätten. Sie sind schnell angezündet und schnell aufgeheizt. Ein weiterer Vorteil: So ein Kaminofen ist relativ einfach installiert. Man benötigt nur eine Abgasleitung nach draußen oder einen Anschluss an den Schornstein.

P wie Pellets

Den Brennstoff Holz gibt es für Kamin- und Kachelöfen in verschiedenen Formen: als Stückholz oder auch als Pellets. Bei der Wahl der Holzfeuerstätte ist daher darauf zu achten, mit welcher Holzart sie befeuert werden kann. Bei Stückholz ist wichtig, dass das Brennholz unbehandelt und trocken ist. Dazu muss gespaltenes Frischholz etwa zwei Jahre lang an einem trockenen Ort lagern. Pellets hingegen sind naturbelassene Holzreste, die ohne chemische Bindemittel unter hohem Druck zu zylindrischen Stäbchen gepresst werden. Die Presslinge kann man als Sackware beziehen oder in einem Tankwagen liefern lassen.

W wie wassergeführter Ofen

Bei wassergeführten Öfen wird ein Großteil der Wärme vom Kamin- oder Kachelofen über einen Wasserkreislauf in einen zentralen Pufferspeicher geleitet. So kann das romantische Feuer hinter Glas im Wohn- oder Esszimmer das ganze Haus mitbeheizen und die Hauptheizung entlasten.

Teile deinen Geschmack!

Sie haben bereits abgestimmt!