Hygge, das Rezept zum Glücklichsein

Ib Laursen, Gründer des gleichnamigen Interiorlabels, und Sohn Peter, der inzwischen das Unternehmen führt, picknicken mit dem Nachwuchs

Achtsamer leben, mehr Zeit für sich, für Familie, für Freunde – das wünschen wir uns. Machen wir es doch wie unsere Nachbarn. Hygge heißt der dänische Way of Life zum Glücklichsein. 

Hygge ist gerade das Schlagwort der Einrichtungsbranche. Dahinter steckt viel mehr als bloß ein Trend, sondern eine Lebenseinstellung. Das Leben genießen – gut essen, Zeit mit den Lieben verbringen, sich ein heimeliges Zuhause schaffen und über die kleinen Dinge freuen. Auf diesen Nenner kommt Hygge, das Rezept der Dänen für ein harmonisches Leben.

Es geht ums Einfache
Um ein herzliches, warmes Zuhause zu schaffen, braucht es nur einfache Mittel. Denn genau darum geht es – ums Einfache. Der klare, skandinavische Einrichtungsstil macht es einem leicht, sich wohlzufühlen. Natürliche Farbtöne gelten als Wohlfühlgaranten, wie gemacht zum Entspannen. Neben der Naturtonpalette kommen beruhigendes Blau und gern auch Grau zum Einsatz.

Häufiger einmal Handarbeiten
Selbstgemachtes erfährt mit Hygge auch hierzulande ein Comeback, am besten von eigener Hand – aus dickem Garn gehäkelte Sitzpoufs oder gefilzte Untersetzer zum Beispiel. Etliche Do-it-yourself-Projekte erfordern nicht einmal viel Geschick. Kerzen gießen, Windlichter aus Marmeladengläsern zaubern oder Limonade zubereiten – das kann jeder. Und schließlich sind es die kleinen Dinge des Alltags, die uns die meiste Freude bereiten.

Mit den Lieben ‘raus in die Natur
Hygge macht warm ums Herz, ist eine Wohltat fürs Auge und lässt die Alltagssorgen schnell vergessen. Allen voran steht der Kerzenschein. Denn nichts vermittelt mehr Behaglichkeit. Ein Arrangement ist schnell mit einem Tablett voller Stumpenkerzen oder Teelichtern gezaubert, gern dekoriert mit Früchten, Zapfen oder Gewürzen, gesammelt im eigenen Garten oder beim ausgedehnten Spaziergang. Denn auch das gehört zu Hygge – mit seinen Liebsten durch die Natur zu streifen, vielleicht anschließend am Lagerfeuer heißen Kakao zu schlürfen und Stockbrot zu backen.

Gutes Essen steht ganz oben auf der hyggeligen Liste – am liebsten mit Familie und Freunden (der Aufwand darf nur nicht zu sehr ausarten), gern aber auch allein. Einfach einmal abschalten, sich zurücklehnen und einen großen Pott Milchkaffee mit ein paar leckeren Keksen genießen. Das bitte mindestens einmal am Tag und ohne Kalorien zu zählen!

Ein Artikel von Tanja Müller

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