Trip-Tipp für Individualisten: das Hotel FREIgeist Einbeck

Blick von oben in die Lobby: Motorroller wie die legendäre Zündapp Bella oder eine Triumph Contessa scheinen die Sichtbetonwand der Eingangshalle hinaufzufahren.

Kennen Sie Einbeck? Richtig, das ist die niedersächsische Fachwerkstadt, die vor allem durch ihr Bockbier bekannt ist. Seit Neuestem hat Einbeck allerdings noch eine weitere Attraktion zu bieten: den PS.SPEICHER, eine Erlebnis-Ausstellung mit mehr als 350 historischen Fahrrädern, Motorrädern und Automobilen. In direkter Nachbarschaft befindet sich seit November 2015 das Hotel FREIgeist Einbeck.

Unter Oldtimerfreunden, Bikern und Motorsportfans entwickelt sich Einbeck allmählich zu einer Art Mekka, das man mindestens einmal im Leben besucht haben muss – und dem man gern auch öfter einen Besuch abstattet. Begonnen hat alles damit, dass sich der Unternehmer Karl-Heinz Rehkopf dazu entschied, seiner Heimatgemeinde eine Sammlung alter Motorräder und Autos zu schenken. Dabei wollte er sein Hobby eigentlich erst nach seinem Tod der Allgemeinheit zugänglich machen. Ganz im Stillen hatte er über Jahrzehnte hinweg eine der weltweit größten Privatsammlungen dieser Art zusammengetragen. 2009 gründete er jedoch auf Anraten seiner Berater noch zu Lebzeiten die gemeinnützige Kulturstiftung Kornhaus. Zu dieser Stiftung gehören der denkmalgeschützte Einbecker Kornspeicher sowie die rund 2.000 Fahrzeuge umfassende Sammlung, von denen der Großteil in einer einstigen Tapetenfabrik untergebracht ist. Die wie der Kornspeicher denkmalgeschützte Fabrik ist ebenso Teil von Rehkopfs Stiftung. Der Grundstein für einen neuen Anziehungspunkt im südlichen Niedersachsen war damit gelegt. Im Sommer 2014 eröffnete dann die einzigartige Ausstellung. Kaum zwei Jahre später ist der PS.SPEICHER ein Besuchermagnet für Interessierte jeden Alters, die seit November 2015 auch im gegenüberliegenden Hotel FREIgeist Einbeck übernachten und so ihren Erlebnisausflug ausweiten können.

Alles andere als gewöhnlich

So originell wie der umgebaute Kornspeicher ist auch das Vier-Sterne-Designhotel mit seinen 63 Zimmern. Schon vor dem Gebäude spürt man die Nähe zum PS.SPEICHER: Legendäre Motorroller-Oldtimer fahren die Sichtbetonwand hinter der riesigen Glasfassade hinauf. In der hallenartigen Lobby wartet bereits der nächste Hingucker: ein quergelegter Stern-Flugzeugmotor als Tisch gegenüber der Rezeption. Inspiriert vom ehemaligen Kornhaus dominieren Materialien wie roter Klinker, grauer Putz, geölter Eichenboden, Stahl, Glas und Sichtbeton. Das Ambiente vermittelt einen reduzierten Industriecharme mit eindeutig männlichem Charakter. Sofort wird klar: Dies ist kein Hotel von der Stange, sondern eines für Individualisten, die das Besondere suchen. Und genau dafür steht auch der Name FREIgeist.

Die FREIgeist-Philosophie

Das FREIgeist Einbeck ist nach einem Hotel in Northeim das zweite Haus, das unter der FREIgeist-Marke firmiert. Jedes dieser Hotels ist ein Unikat, das sich in seine individuelle Umgebung einfügt. Der Aufenthalt soll Menschen zum Querdenken anregen – ob sie nun privat oder beruflich hier sind. Voraussichtlich 2018 wird ein weiteres, urban geprägtes FREIgeist-Hotel in Göttingen eröffnen.
Idee und Philosophie stammen von Georg Rosentreter sowie Carl Graf von Hardenberg. Die beiden sind ein eingespieltes Team: Auch mit dem traditionell-eleganten Gräflichen Landsitz Hardenberg und dem Relais & Châteaux Hardenberg BurgHotel sind beide über die Region hinaus sehr erfolgreich.

Im neuen FREIgeist-Hotel in Einbeck steht kein Stück zufällig. Bis in die letzte Ecke hat der geschäftsführende Gesellschafter Georg Rosentreter mit seinem Team das Hotel passend zum PS.SPEICHER geplant und eingerichtet. Investor Karl-Heinz Rehkopf ließ ihm dabei viel Freiraum. So konnte er zahlreiche kreative Einfälle abseits des Mainstreams verwirklichen. Das Ergebnis beschreibt er als attraktiv, sexy, nicht langweilig, männlich. Das Konzept weiß aber auch Frauen zu überzeugen. „Es ist ein Hotel für Gäste mit Humor und autoaffin dürfen sie auch sein“, so der Hotelier.

Mutiger Werkstattcharme

Das Planungsteam rund um den Göttinger Architekten Hansjochen Schwieger entwarf das schnörkellose Hotel mit fünf Geschossen, einer voll verglasten Eingangshalle und einem energiesparenden eigenen Blockheizkraftwerk. Das schlichte Gebäude, das durch den Sichtbeton und den Verzicht auf Putz in Teilen fast wie ein Rohbau wirkt, bildet die ideale Bühne für das PS-Motto. Indem es sich zurücknimmt, gibt es den ausgesuchten Einrichtungsdetails wie den alten Original-Industrieleuchten oder den Graffitis des Hannoveraner Künstlers Patrik Wolters den nötigen Raum.
Passend zum markanten Industriecharakter sind auch die Zimmer ohne Schnickschnack eingerichtet. Technisch präsentieren sie sich jedoch auf dem neuesten Stand. Die Zimmer sind mit Bluetooth-Lautsprechern und Tablets, über die Tipps zu Hotelangeboten abgerufen werden können, ausgestattet. Für Gemütlichkeit und eine harmonische Abrundung sorgen geölte Landhausdielen in strukturierter Eiche.

FREIraum für Gäste

Eine Sauna, eine Dachterrasse mit Chill-out-Bereich und Sandstrand sowie ein Fitnessraum mit Boxsack, Medizinball und Fitnessgeräten stehen für die Gäste parat. Nach der Entspannung oder dem Training ist die lässige FREIgeist-Bar mit Panoramakamin der ideale Ort, um den Tag ausklingen zu lassen. Hungrige können ihren Magen in der GENUSSWERKSTATT, dem Restaurant für Hotel- und Museumsgäste, füllen. Im „Werkstattbuch“, wie die Speisekarte hier genannt wird, findet sich für jeden Geschmack ein passendes Angebot. Kleinere Feiern wie Junggesellenabschiede oder Bikerausflüge lassen sich perfekt in der kultigen BARgarage veranstalten. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die BARgarage ist von der FREIgeist-Bar durch zwei mit Graffiti verzierte Rolltore getrennt.
Aber auch Firmenevents finden im FREIgeist Einbeck das richtige Ambiente. Sieben Tagungsräume, darunter das „Wohnzimmer“ mit Loungeatmosphäre, können für Meetings gebucht werden. Und wenn die Köpfe der Teilnehmer rauchen, lassen sie sich an der „Nerdtanke“ mit Büchern verschiedenster Fachrichtungen wieder frei bekommen.

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