Fußboden mit Industriecharme

Dank der klaren Flächen bietet Zementboden, hier von HeidelbergCement, eine einzigartige Raumwirkung

Böden in Betonoptik erobern Deutschlands Eigenheime. Kein Wunder, bringen sie doch den angesagten cleanen Chic und auch etwas verwegenes Fabrikflair ins Haus.

 Einst als spröde und öde gebrandmarkt, kommt Beton heute mit dem Image des coolen Materials daher. Wie kaum ein anderer Baustoff steht er für moderne und großzügige Architektur. Bislang zwar Industrie und öffentlichem Raum vorbehalten, finden sich zementgebundene Böden aus Beton oder Estrich immer häufiger in Wohnhäusern. Und auch Hersteller konventioneller Bodenbeläge springen auf den Zug auf und bringen Produkte in entsprechendem Look auf den Markt – von Fliesen über Designboden bis zu Laminat.

 Die Mischung macht‘s

Absolut glatte Flächen sind gefragt. Da lässt man besser den Fachmann ans Werk. Estrich- und Betonmischungen gießt der Estrichleger. Technisch und handwerklich gelten zementgebundene Sichtböden als Herausforderung. Das beginnt schon bei den Zuschlägen. Hier macht’s die Mischung. Ob Kies, Glas oder Farbpigmente – die verschiedensten Zusätze geben dem kühlen Grauen ein neues Antlitz.

Durch Schleifen des Bodens treten die verwendeten Zuschlagstoffe optisch noch hervor: Ein grober Schliff bewirkt den typischen Salz-und-Pfeffer-Look, ein feiner hingegen eine edle Terrazzo-Optik. Imprägniert mit Wachs oder Ölen, bleibt die Oberfläche lange schön. Mit 100 Euro Kosten pro Quadratmeter Fläche sollte man rechnen.

Beton perfekt imitiert

Mit weniger Aufwand und Kosten kommen Bauherren zu ihrem Fußboden mit Industriecharme, wählen sie einfach andere Materialien. Am günstigsten schneidet hier Laminat ab. Dank moderner Fertigungstechnologie gaukelt dieser Beton perfekt vor ebenso wie der just immer beliebter werdende Designboden, auch unter dem Namen Vinyl bekannt. Die Betonoptik erzeugt wie bei Laminat eine Dekorfolie, nur ist diese zumeist mit Polyurethan (PU) beschichtet, einem extrem harten Kunststoff. Das macht den Boden so widerstandsfähig und pflegeleicht. Nicht minder robust und leicht sauber zu halten sind Fliesen, ebenfalls immer häufiger im Betonlook zu haben.

Einige Spezialfirmen bieten täuschend echt wirkende Imitate aus mineralischem Verbundwerkstoff auf Trägerplatten. Die können aber ebenso ins Geld gehen wie Kunstharzestrich, der übrigens in der Optik dem Original in nichts nach steht. Hier wird dem Estrich Kunststoff – häufig Epoxydharz – beigemengt. Ihr Plus: Sie können fix aufgebracht und stark belastet werden.

Ein Artikel von Tanja Müller

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