Das Beste lehrt die Natur

Die menschliche Haut ist nicht nur ein wunderschöner Anblick, sondern auch ein Beispiel für das ökonomische Prinzip in der Natur.

Leicht, widerstandsfähig, ressourcenschonend: Eine intelligente Kombination mehrerer Schichten hat gegenüber massiven Konstruktionen viele Vorteile. Die Beispiele reichen von der Haut über die Outdoor-Bekleidung bis zum Parkettfußboden.

Die menschliche Haut ist faszinierend. Sie ist unser größtes Organ und hat vielfältige Funktionen. Um nur einige zu nennen: Sie schützt unseren Körper nach innen und nach außen, sie reguliert die Körperwärme und ist zugleich ein wichtiges Sinnesorgan. Und all das gelingt, weil die Haut trotz ihrer geringen Dicke zwischen 1,5 und 4 Millimeter drei Schichten aufweist, die jeweils unterschiedliche Funktionen haben und dafür optimal geeignet sind.

Dieses Prinzip ist in der Natur weit verbreitet. Weder ist ein Baum ein homogenes Stück Holz, noch eine Blume ausschließlich die Pracht einer Blüte. Ja, wir können durchaus etwas philosophisch formulieren, dass gerade die perfekte Zusammenarbeit unterschiedlichster Talente in der Evolution einen enormen Selektionsvorteil darstellt. Und es deswegen nur logisch ist, wenn Produktentwickler und Techniker sich dieses Prinzip zunutze machen.

Schauen Sie sich daraufhin mal einen Kupfertopf an, ein Must-Have in der feinen Küche: Außen besteht er aus Kupfer, einem besonders gut wärmeleitenden, aber teurem Metall. Im Boden ist Aluminium verkapselt, das ebenfalls gut Wärme leitet, aber deutlich weniger kostet. Und innen findet man widerstandsfähigen Edelstahl, der mit Lebensmitteln nicht chemisch reagiert. In der Kombination wird daraus das perfekte Kochgerät.

Ein weiteres Beispiel bietet der Outdoor-Bereich. Kombiniert die hochwertige Outdoor-Jacke ja bereits eine dampfdurchlässige, aber regen- und winddichte High-Tech-Membran mit einer wärmeisolierenden Schicht,  wird der bewanderte Bergsteiger auch immer auf die traditionelle „Zwiebeltechnik“ setzten. Mehrere Schichten an Kleidung, bestehend aus  Unterwäsche, Isolierschicht sowie Wind- und / oder Nässeschutz geben ihm die Möglichkeit je nach Wetter, Temperatur und Anstrengung das richtige Maß an Schutz zu finden.

Und damit sind wir beim Fußbodenbelag angekommen. Neben der Tatsache, dass ein massives Parkett wunderschön ist, hat es trotzdem einige Nachteile. Edles Holz ist selten und entsprechend teuer, mit den Jahren kann es schwinden, sich verwinden und Risse bilden. Wer kennt nicht die großen Fugen in einem Hüttenboden. Wärme und Feuchtigkeit setzen ihm zusätzlich hartnäckig zu. Was in der Berghütte noch rustikal romantisch wirkt, wird zuhause nicht begeistern.

Sie ahnen längst die Lösung für diese Probleme: ein Parkett, das die Vorteile verschiedener Werkstoffe in einem mehrschichtigen Aufbau miteinander vereint:

  • die wunderschöne Optik edlen Holzes und seine angenehme Oberflächenstruktur;
  • die Verwindungssteifigkeit des Mehrschichtaufbaus, der dem Holz seine Formstabilität gibt;
  • die Renovierungs-Eignung, da das Mehrschicht-Parkett besser unter bestehende Türen passt und sich mit Klick-Verbindung leichter selbst verlegen lässt;
  • der ressourcenschonende Einsatz von Edelholz und damit der nachhaltige und umweltbewusste Einsatz von Naturprodukten.

Je nach Anwendung und Bedarf sind weitere Oberflächen möglich:

  • Laminatboden, besonders unempfindlich für Kratzer und Stöße;
  • Designboden für besonders weiche Beläge und Korkboden, ebenfalls weich und besonders natürlich, sind weitere Beispiele für Böden im Mehrschichtaufbau.

Der haptisch schönste Boden bleibt aber der Parkettboden, durch und durch aus Holz und das über alle Schichten hinweg. Er hat seine Lektion von der Natur gelernt.

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