Do it yourself: Coffee Table aus Bodendiele und Kupferrohren

Angesagtes Kupfer in Kombination mit natürlichem Holz – der selbst gebaute Tisch sieht aus wie aus einem Katalog mit Designermöbeln entsprungen.

Teil 4 unserer Do-it-yourself-Serie zeigt, wie man aus nur einer Restdiele eines Parkettbodens und ein paar Kupferrohren einen mega-angesagten Beistelltisch baut. Julia Schutzki, angehende Industriekauffrau bei Hamberger, macht vor, wie es geht.

Die Idee

Ein Beistelltisch darf eigentlich in keiner Wohnung fehlen: Ob als Nachttisch oder Coffee Table neben dem Lesesessel – eine kleine Ablagefläche kann man immer gebrauchen, insbesondere wenn sie so elegant daherkommt wie hier: Der kleine „Mitbewohner“ macht selbst neben Designermöbeln eine gute Figur. Auf die Idee, den Tisch zu bauen, kam Julia durch ein Youtube-Video. Dort wurde gezeigt, wie man ein solches Rohrgestell baut. Julia kombinierte den Unterbau aus Kupferrohren mit einer Platte aus einem Bodenbelagsrest – schon war die kreative DIY-Idee geboren, und auch im Nu umgesetzt. Denn das Rohrgeflecht sieht zwar kompliziert aus, ist aber ganz einfach nachzubauen.

Das brauchen Sie:

  • 1 Diele (Holz oder Laminat, hell oder dunkel je nach Geschmack)
  • 3 Kupferrohre mit je 2,50 m Länge
  • reißfeste Schnur oder alternativ Draht
  • 8 Schrauben oder 4 Riegelschlaufen mit passenden Schrauben
  • Sekundenkleber
  • Werkzeug: Meterstab, Schere, Akkuschrauber, Handsäge, Schleifgerät, evtl. Metallsäge oder Rohrschneider

Schritt 1: Zuschneiden der Kupferrohre

Die drei 2,50 m langen Kupferrohre werden in verschieden lange Stücke gesägt. Gebraucht werden:

  • 8 Rohre à 53 cm
  • 4 Rohre à 35 cm
  • 4 Rohre à 25 cm

Das Zusägen der Rohre kann man selbst mit einer Metallsäge oder einem Rohrschneider übernehmen oder auch gleich beim Kauf der Rohre im Baumarkt erledigen lassen.

Schritt 2: Bauen von Ober- und Unterseite des Gestells

Zunächst baut man aus den vier 25 cm langen Metallrohren ein Quadrat. Dazu fädelt man die Rohre über die Schnur auf. Ein Tipp: Damit der Tisch hinterher möglichst stabil steht, sollte die Schnur so dick sein, dass sie den Durchmesser der Rohre fast ausfüllt. Alternativ lässt sich die Schnur auch durch einen gut biegsamen Draht ersetzen. Mit den vier 35 cm langen Rohren geht man genauso vor, sodass am Ende zwei Quadrate entstehen. Die Enden von Schnur oder Draht gut verknoten. Bei der Schnur die Knoten mit Sekundenkleber versiegeln, bevor man die Schnurenden abschneidet. Verwendet man Draht, ist dieser Schritt nicht notwendig.

Schritt 3: Erstellen der Seiten des Unterbaus

Nun fädelt man durch jedes der acht 53 cm langen Rohre ebenfalls eine Schnur bzw. einen Draht. An beiden Seiten sollten einige Zentimeter Schnur oder Draht überstehen, damit sie sich später gut verknoten lassen. Anschließend bindet man an jeder Ecke des kleinen Quadrats, das am Ende den Fuß des Tisches bildet, zwei der langen Seitenrohre fest. Die Knoten bei der Schnur wie vorher mit Sekundenkleber fixieren.

Schritt 4: Aufbau des Rohrgestells

Die Seitenrohre werden jeweils mit dem danebenliegenden Rohr zu einem Dreieck gelegt. Als Bild auf dem Boden entsteht ein Stern mit vier Zacken. Jede „Zacke“ wird dann mit einer Ecke des größeren Quadrats verknotet. Das größere Quadrat sitzt nun um 90 Grad versetzt über dem kleineren Quadrat. Es bildet die Auflagefläche für die spätere Tischplatte. Knoten wie gehabt mit Sekundenkleber versiegeln.

Schritt 5: Erstellen der Tischplatte

Aus der Diele 40 cm lange Stücke sägen und diese mit Sekundenkleber miteinander verbinden, sodass eine Platte mit den Maßen 40 cm x 40 cm entsteht. Die Kanten mit einem Schleifgerät bearbeiten.

Schritt 6: Zusammenschrauben und aufstellen

Zum Schluss wird das Rohrgestell mit dem größeren Quadrat an die Unterseite der Dielenplatte mit einem Akkuschrauber geschraubt. Dazu kann man einfach je Rohrseite zwei Schrauben mit etwas größeren Köpfen oder Riegelschlaufen verwenden. Umdrehen und fertig ist der schicke Coffee Table.

Für Nachmacher hat Julia noch einen Tipp parat: „Für das Zusammenknoten und Aufstellen des Rohrunterbaus ist es sinnvoll, sich Unterstützung an die Seite zu holen. Es geht viel einfacher und schneller, wenn helfende Hände die Rohre in Position halten.“ Ansonsten habe alles wunderbar geklappt, sagt sie, und freut sich tagtäglich über ihr Werk, das als Dekoaccessoire die Büroräume bei Hamberger verschönert.

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