Do it yourself: Eine Uhr aus Parkettstäben

Eine hübsche Wand-Deko mit Funktion: Dank der Dominosteine als Stundenanzeige ist die Zeit gut abzulesen.

Valentin Schöffel, Industriekaufmann im zweiten Lehrjahr bei Hamberger, hat eine Uhr aus Parkettstäben gebaut. Im fünften Teil unserer Serie über DIY-Projekte zeigen wir, wie aus Bodenbelagsresten im Nu ein stylisher Zeitmesser für die Wand entsteht.

Die Idee

Ein Schachbrett, ein Tisch, eine Garderobe, ein Organizer – in der Do-it-yourself-Serie über schöne Dinge, die man aus Bodenresten bauen kann, gab es schon viele unterschiedliche Bastel-Ideen. Eine Uhr war bislang jedoch nicht darunter. „Eigentlich müsste es auch gar nicht so schwer sein, eine Wanduhr aus Parkett zu bauen“, dachte sich Valentin Schöffel. Einen groben Bauplan, wie es funktionieren könnte, hatte er bereits im Kopf. Doch irgendwie fehlte noch der Pfiff. Also stöberte er ein wenig im Internet und stieß dabei auf ein Zifferblatt aus Papier-Dominosteinen. „Ich fand das eine ganz interessante Lösung, dachte aber, dass man das doch viel wertiger mit Holz-Dominosteinen umsetzen könnte“, erzählt er. Und los ging es: Valentin suchte sich die passenden Parkettreste und baute daraus in der firmeneigenen Schreinerei diese Uhr, die als nützliches Deko-Accessoire jeder Wand das gewisse Etwas verleiht. So wird’s gemacht:

Das brauchen Sie:

  • 7 identische Parkettstäbe
  • 1 Parkettstab in anderem Holz/Dekor
  • 1 MDF- oder Spanplatte (zum Beispiel im Format 45 cm x 45 cm)
  • 1 Uhrwerk
  • doppelseitiges Klebeband
  • Werkzeug: Säge, Schere, Bohrmaschine mit Fräsaufsatz, weißer Lack-Stift (2-4 mm dick), Bleistift

Schritt 1: Uhrwerk bestellen

Bevor es ans Bauen geht, steht der Kauf eines passenden Uhrwerks auf dem Programm. Uhrwerke gibt es in Bastelläden oder im Online-Versandhandel. Valentin hat das Uhrwerk über Amazon für etwa 10 Euro gekauft. Ein Tipp: Je nachdem wie dick die Uhrenplatte hinterher ist, kann es nötig sein, eine Verlängerung fürs Uhrwerk einzubauen. Wer die Platte möglichst dünn hält, der kann jedoch auf eine Verlängerung verzichten.

Schritt 2: Stäbe aufkleben

Dann geht es ans Basteln: Dazu die Stäbe für die Uhrenplatte mit doppelseitigem Klebeband als Fläche auf der Trägerplatte aus MDF oder einer dünnen Spanplatte aufkleben. Die Trägerplatte sollte etwas größer sein als das spätere Uhrenformat. Wer den Zuschnitt nicht selbst daheim erledigen möchte, kann sich die Platte schon im Baumarkt passend zuschneiden lassen.

Schritt 3: Zusägen der Stäbe

Als Nächstes die an der Trägerplatte überstehenden Enden der Parkettstäbe mit der Trägerplatte in dem gewünschten Uhrenformat zusägen. Unsere Beispiel-Uhr ist 45 cm x 45 cm groß.

Schritt 4: Uhrwerk einsetzen

Jetzt in der Mitte der Platte ein Loch bohren. Der Durchmesser muss so groß sein, dass die Führung für die Zeiger des Uhrwerks hindurchpassen. Um zu verhindern, dass Holz absplittert, am besten Kreppband ums Loch aufkleben. Damit das Uhrwerk nicht hinten übersteht, kann man es in der Platte versenken. Dazu den Umriss des Uhrwerks auf der Rückseite der Platte anzeichnen. Das Uhrwerk herausnehmen und die gekennzeichnete Stelle herausfräsen. Als Werkzeug eignet sich dazu eine Bohrmaschine mit entsprechend großem Fräsaufsatz. Dann das Uhrwerk einsetzen und die Zeiger gemäß Anleitung befestigen.

Schritt 5: Dominosteine fertigen

Aus einem weiteren Parkettstab in einem anderen Holz als die Uhrenplatte zwölf gleich große Dominosteine heraussägen. Die Profile an der Seite gegebenenfalls absägen.

Schritt 6: Dominosteine befestigen

Die Dominosteine auf der Uhr platzieren und mit einem Bleistift die richtige Stelle markieren. Dann mit doppelseitigem Klebeband auf der Uhr befestigen. Nun noch mit einem weißen Lackstift die Zahlenpunkte aufmalen, Batterie ins Uhrwerk einsetzen und fertig ist der neue Zeitanzeiger.

Valentins Wanduhr hängt inzwischen im Büro bei Hamberger und zeigt ihm und den Kollegen Tag für Tag zuverlässig an, wie viel Zeit noch bis zum Feierabend bleibt.

Teile deinen Geschmack!

Sie haben bereits abgestimmt!