DIY-Nähschule Nackenkissen selber machen

Ein Nackenhörnchen ist der ideale Reisebegleiter. Mit ein bisschen Geschick ist das kuschelige Kissen im Nu selbst genäht.

Sommerzeit ist Reisezeit. Damit die Fahrt oder der Flug in den Urlaub möglichst bequem wird, zeigen wir Schritt für Schritt, wie man aus einem bisschen Stoff ein superflauschiges und schönes Reisekissen nähen kann. Das geht so einfach, dass auch Näh-Anfänger das problemlos hinbekommen.

Die Idee

Ein Nackenhörnchen kann einem auf einer langen Flug- oder Zugreise wertvolle Dienste erweisen. Es ist weich und hält den Kopf beim Sitzen in einer bequemen Position, sodass man nach einem Nickerchen nicht mit Kopfschmerzen erwacht. Doch viele der gekauften Exemplare riechen – zumindest anfangs nach dem Kauf – seltsam oder sind einfach nicht schön anzusehen. Warum also nicht Nähmaschine, Schere und Faden zur Hand nehmen und aus ein paar Stoffresten sein ganz persönliches Nackenkissen selber basteln? Das sieht schwieriger aus als es ist. Mit unserer Anleitung ist so ein Kissen im Nu genäht. Einfach ausprobieren!

Das brauchen Sie:

  • 2 unterschiedliche Stoffe (1 Baumwollstoff, 1 Microfaserplüsch) von ca. 70 cm x 50 cm Größe
  • Füllwatte
  • farblich zu den Stoffen passendes Nähgarn
  • Werkzeug: Nähmaschine, Schere, Stift, 1 Blatt Papier in Größe DIN A 4, Stecknadeln

Schritt 1: Erstellen des Schnittmusters

Dazu analog zu unserem Foto auf ein DIN A 4 großes Stück Papier eine Hälfte des Hörnchens malen. Die Hörnchenhälfte sollte möglichst die ganze Papierseite ausfüllen, damit sie später groß genug für einen Erwachsenen ist. Mit ein bisschen Geschick geht das „frei Hand“. Wer sich das nicht zutraut, kann entweder unser Bild auf einem DIN A 4 Blatt ausdrucken und das Schnittmusterhörnchen ausschneiden oder sich ein ähnliches Schnittmuster aus dem Internet herunterladen.

 

Schritt 2: Schnittmuster auf Stoff stecken

Das fertige Schnittmuster besteht nur aus einer Hörnchenhälfte. Daher faltet man als Nächstes einen der beiden Stoffe auf rechts zusammen, sodass die linke Stoffseite außen liegt. Am Falz bzw. am Bruch legt man die gerade Seite des Schnittmusters an. Dann befestigt man das Schnittmuster mit Nadeln und überträgt den Umriss mit dem Stift auf den Stoff.

Schritt 3: Zuschneiden des Stoffs

Nun mit ca. 1 cm Zugabe zur Linie den Stoff zuschneiden. Den Zuschnitt am zweiten Stoff wiederholen. So entstehen zwei Hörnchenteile: eines für die Oberseite, eines für die Unterseite. Wir haben für oben einen Baumwollstoff mit fröhlichem Sommermuster und für unten einen kuscheligen Microfaserplüsch gewählt.

Schritt 4: Zusammennähen

Die beiden zugeschnittenen Stoffe nun rechts auf rechts zusammenlegen und mit Stecknadeln zusammenheften. Dann mithilfe der Nähmaschine mit einem geraden Stich (Stichlänge: ca. 2,5 cm) an der angezeichneten Linie zusammennähen. Oben an der geraden Seite des Hörnchens eine Wendeöffnung von ca. 10 cm frei lassen.

 

Schritt 5: Rundungen einschneiden

Damit später an den Rundungen keine unschönen Stoffwulste auftauchen, sollte man den Stoff hier bis kurz vor der Naht einschneiden. Wir haben kleine Dreiecke herausgeschnitten. Aufpassen: Nicht zu nah an die Naht schneiden, damit diese nicht aufgeht!

 

Schritt 6: Befüllen

Dann das Kissen auf rechts drehen und durch die Öffnung gut mit Füllwatte ausstopfen. Wer möchte, kann statt der Watte auch Körner oder Kirschkerne verwenden.

 

Schritt 7: Öffnung schließen

Zum Schluss wird nun noch die Wende- bzw. Füllöffnung geschlossen. Dazu die Stoffseiten jeweils nach innen umklappen, mit Stecknadeln zusammenheften und zusammennähen. Das kann man von Hand erledigen oder auch mit der Nähmaschine.

Für Nachmacher noch ein Tipp: Da Plüsch nach dem Zuschnitt stark fusselt, haben wir das Stück Stoff für etwa zehn Minuten auf niedriger Temperaturstufe in den Trockner gesteckt. Das entfernt die Fussel und erspart einem umständliche Saugaktionen nach dem Nähen.

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