Do it yourself: Eine Garderobe aus Dielen und Gabeln

Lust, so eine originelle Garderobe nachzubauen? Mit unserer Anleitung geht’s ganz einfach.

Im dritten Teil unserer Serie über DIY-Projekte zeigen wir, wie eine Auszubildende von Hamberger aus wenigen Bodenbelagsresten und altem Besteck eine hippe Garderobe gebastelt hat.

Die Idee
Nein, die Idee, Besteck zu verbiegen, hat Magdalena Kaiser nicht von TV-Magier Uri Geller, der in den Siebzigern angeblich kraft seiner Gedanken publikumswirksam Löffel verbog. Dafür ist die angehende Kauffrau für Büromanagement mit ihren 18 Jahren auch viel zu jung. Ihre Idee stammt aus dem Internet: Auf Pinterest hatte sie ein Bild gesehen mit Haken aus gebogenen Gabeln. „Alte Gabeln haben wir auch noch daheim“, dachte sie und schon war der Gedanke geboren, aus dem Besteck in Kombination mit Bodenbelagsresten eine Garderobe zu bauen. Das Upcycling geht einfach und kann im Grunde jeder nachmachen. Weil Magdalena beim Verbiegen der Gabeln ein paar Zinken abgebrochen sind, empfiehlt sie jedoch, sich ungefähr den doppelten Satz an Gabeln für die Haken zu besorgen. Wer kein Besteck übrig hat, wird mit Sicherheit auf Flohmärkten für wenig Geld fündig.

 Das brauchen Sie:

  • 1 Diele (hell oder dunkel)
  • 4 Gabeln (plus 2-4 als Ersatz)
  • Klebeband
  • 8 Schrauben
  • Werkzeug: Meterstab, Bohrmaschine, Säge, Hammer, Schraubstock oder/und Zange

Schritt 1: Zuschneiden der Diele
Die Diele zunächst in der Länge vermessen und dann in vier gleich große Stücke sägen.

Schritt 2: Gabeln formen
Als Nächstes werden die Gabeln in die gewünschte Form gebracht. Am besten lassen sich die Zinken verbiegen, indem man die Gabeln in einen Schraubstock spannt und dann mit Fingerkraft oder auch einem Hammer bearbeitet. Sollte der Schraubstock Druckstellen auf dem Metall hinterlassen, kann man diese hinterher mit einem Hammer glätten. Alternativ lässt sich auch eine Zange zum Verbiegen benutzen. Nach den Zinken ist noch der Stiel dran: Magdalena hat ihre Gabeln über ein Eisenrohr zu Haken gebogen. Als Biege-Hilfsmittel eignet sich alles, was rund und stabil ist und natürlich zur Größe der Gabeln passt.

Ein Tipp: Die Gabeln lassen sich leichter biegen und brechen auch seltener, wenn man sie vorher erhitzt, beispielsweise über einem Bunsenbrenner.

Schritt 3: Gabelhaken befestigen
Die Gabeln werden auf das oberste Dielenelement geschraubt. Dazu zuerst die Platte ausmessen und die Befestigungsstellen für die Gabeln mit Bleistift markieren. Dann die Kleiderhaken mit Schrauben befestigen – je zwei Schrauben pro Gabel verwenden. Das Bohren geht einfacher, wenn man vorher mit einem Körner das Bohrloch auf dem Metall markiert. Dazu den Körner leicht mit dem Hammer einschlagen. In dem so entstandenen kleinen Loch lässt sich der Bohrer ansetzen, ohne dass er verrutscht. Die Bohrlöcher noch mit einem Schleifpapier entgraten, damit keine Metallsplitter überstehen.

Schritt 4: Trägerplatte erstellen
Jetzt können die restlichen drei Dielenelemente an das oberste Element mit den Haken gesteckt werden. Wer möchte, kann die so entstandene Platte auch noch in Form sägen. In unserer Variante ist es ein Kleid. Dazu die Form vorher anzeichnen. Dann die Dielenelemente wieder auseinanderbauen und einzeln mit einer Stichsäge oder normalen Säge ausschneiden.

Schritt 5: Schleifen und Aufhängungslöcher bohren
An allen Außenseiten werden die Dielenelemente noch mit Schleifpapier bearbeitet, sodass eine glatte Oberfläche entsteht. In die oberste Diele zwei Löcher links und rechts zum Aufhängen bohren.

Schritt 6: Zusammenstecken und verkleben
Zum Schluss werden die vier Dielenelemente wieder zusammengesteckt und auf der Hinterseite mit einem stabilen Klebeband verbunden.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: originell, schick und auch noch praktisch. Kein Wunder, dass die Garderobe einen Ehrenplatz im Büro bei Hamberger gefunden hat und tagtäglich genutzt wird.

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