Do it yourself: Bilderrahmen aus Dielenresten

Kaum zu glauben, dass diese dekorative Bilderwand mit den tollen Landschaftsaufnahmen einmal ein Bodenbelag war!

Im sechsten Teil unserer Do-it-yourself-Serie zeigen wir Schritt für Schritt, wie sich aus übrig gebliebenen Parkettdielen stylische Bilderwände bauen lassen. Die Idee dazu stammt von Marina Mayr, Industriekauffrau im zweiten Lehrjahr bei Hamberger.

Die Idee

„Ich wollte gern etwas bauen, was wirklich jeder umsetzen kann – auch weil ich selbst kein Heimwerkerprofi bin“, erzählt Marina über ihr DIY-Projekt im Rahmen ihrer Ausbildung und fügt lachend hinzu: „Ich bin froh, wenn ich einen Nagel treffe.“ Auf die Idee, eine Bilderwand aus Parkett zu bauen, kam sie bei einem Geburtstagsbesuch bei Ihrer Nachbarin aufgrund der vielen Bilder, die diese in ihrer Wohnung hängen hat. Ihr Gedanke: Ein Bilderrahmen für auf Fotos festgehaltene Lieblingsmomente wäre doch ein schönes und persönliches Dekoelement zum Selbermachen. Der Ehemann der Nachbarin, ein Schreiner, bestätigte ihr dann auch gleich, dass so ein Bilderrahmen aus Parkett nicht allzu schwer herzustellen sei. Und los ging es: Mit fachlicher Schreiner-Unterstützung machte sie sich ans Werk und baute gleich zwei verschiedene Varianten. „Ganz so einfach, wie ich mir das anfangs vorgestellt hatte, war das Selbermachen dann zwar nicht – aber wenn man weiß, welche Arbeitsschritte man vornehmen muss, kann das wirklich jeder nachmachen“, ist sich Marina sicher. Und so geht es:

Das brauchen Sie:

  • 3 Parkettdielen
  • 4 Fotos im Format 10 x 15 cm, 5 Fotos im Format 12 x 9,5 cm (kann man auch zuschneiden)
  • Holzbuchstaben
  • Karton als Fotorückwand
  • Bastelutensilien: Klebeband, Holzleim, Meterstab, Winkelmesser oder Geodreieck, Bleistift, Schere oder Cutter, etwas Öl aus der Küche, Backpinsel, Sekundenkleber
  • Werkzeug: Stichsäge, Bohrmaschine mit Holzbohrer, Zwinge zum Befestigen des Werkstücks, Oberfräse, Stemmeisen, Hobel

Schritt 1: Dielen zusammenbauen

Für die größere Bilderwand müssen zunächst zwei Bodenelemente lose zusammengefügt werden.

Schritt 2: Bilderrahmen markieren

Nun auf dem entstandenen Brett die Stellen für die Fotos links und rechts der mittigen Verbindungslinie markieren. Dazu Klebeband in der ungefähren Form und Größe der späteren Bilder im gewünschten Abstand aufkleben. Die Form, die später ausgeschnitten werden soll, mit Bleistift und Winkel oder Geodreieck auf das Klebeband zeichnen. Die Ausschnitte sollten etwas kleiner als das Fotoformat sein, damit die Fotos später nicht herausfallen. Marina empfiehlt bei Fotomaßen von 10 x 15 cm die Rechtecke in der Größe 9 x 13,5 cm aufzuzeichnen.

Schritt 3: Aussägen bei zwei Dielen

Als Nächstes nimmt man die beiden Dielen wieder auseinander und sägt mit einer Stichsäge entlang der angezeichneten Linien die vier Rechtecke aus. Ein Tipp: Zunächst links und rechts des jeweiligen Rechtecks ein Dreieck aussägen, dann an der oberen Linie die noch stehengebliebenen Parkettreste wegsägen.

Schritt 4: Dielen zusammenleimen

Nun werden die beiden Dielen mit Holzleim fest zusammengefügt. Den Leim etwa einen Tag trocknen lassen.

Schritt 5: Bilderrahmen auf zweiter Diele markieren

In der Zwischenzeit hat Marina mit der zweiten Bilderwand-Variante begonnen und auf einer einzelnen Parkettdiele erneut Klebeband in Form der Fotos aufgebracht. Wie in Schritt 2 müssen dann auch hier die späteren Aussparungen angezeichnet werden. Bei einem Fotoformat von 12 x 9,5 cm sollten die Rechtecke die Größe 10 x 7,5 cm haben.

Schritt 6: Aussägen bei einer Diele

Wenn nur eine Diele verwendet wird, muss man beim Ausschneiden der Fotoaussparungen etwas anders vorgehen als in Schritt 3, weil man hier nicht vom Dielenrand aus aussägen kann. Stattdessen bohrt man mit der Bohrmaschine in zwei gegenüberliegenden Ecken der aufgezeichneten Rechtecke Löcher. Den Bohrer so innen an der Linienecke ansetzen, dass die Löcher nur im auszuschneidenden Bereich sitzen. In die Bohrlöcher dann das Sägeblatt der Stichsäge einführen und entlang der gezeichneten Linie sägen.

Schritt 7: Vertiefung fräsen

Jetzt auf der Rückseite der künftigen Bilderwände rund um die Aussparungen im Abstand von 1 cm jeweils ein Rechteck zeichnen. Mit einer Oberfräse entlang der Linie die Diele abfräsen und anschließend die abstehenden Holzreste mit einem Stemmeisen entfernen. Die Ränder der Ausschnitte mit dem Stemmeisen auch gleich noch etwas abrunden. So entstehen Vertiefungen, in denen später die Fotos gut halten.

Schritt 8: Kanten abhobeln

Nun folgt noch das Verschönern der gesamten Bilderwand. Dazu mit einem Hobel alle Kanten rund um die Diele bzw. die Dielen abrunden.

Schritt 9: Aufhängung anbringen

Damit die Bilderwände aufgehängt werden können, mit der Bohrmaschine vorsichtig schräg nach oben ein Loch in der Mitte der Rückseite der Diele, etwa 3 bis 4 cm vom oberen Rand entfernt bohren. Ein Tipp von Marina: Man sollte dabei lieber einmal mehr ansetzen, als zu forsch ranzugehen! Schließlich soll der Bohrer das Brett auf keinen Fall durchstoßen.

Schritt 10: Kanten ölen

Nachdem man die Schritte 7 bis 9 auch bei der breiten Bilderwand durchgeführt hat, geht es noch ans Verschönern der Hobelkanten. Dazu einfach die Kanten mit ganz normalem Öl aus der Küche und einem Backpinsel einstreichen. So gewinnen die Schleifkanten ihre ursprüngliche Farbe wieder zurück.

Schritt 11: Holzbuchstaben anbringen

Wer möchte, kann seine Bilderwände wie Marina noch mit einem Schriftzug dekorieren. Dazu die Buchstaben, die es in jedem Bastelladen oder auch online zu kaufen gibt, mit Sekundenkleber auf die Dielenvorderseite kleben.

Schritt 12: Fotos einlegen und befestigen

In die Aussparungen werden nun die Fotos eingelegt. Marina hat ganz besonders schöne Erinnerungsschnappschüsse ihrer Mitauszubildenden bei Hamberger und Hobbyfotografin Magdalena Bachleitner verwendet. Für die kleineren Bilderrahmen hat sie die Fotos entsprechend auf Maß zugeschnitten. Damit die Fotos später nicht herausfallen, noch jeweils ein Stück Karton so zuschneiden, dass er nur auf Spannung in die Aussparungen passt. Fest in die Aussparung gedrückt, hält der Karton das Bild an Ort und Stelle.

Schritt 13: Aufhängen

Zum Schluss steht noch die Suche nach einem passenden Ort für die Bilderwände an. Dann Nagel in die Wand und dran damit – fertig ist das wohnliche Deko-Unikat.
Marinas Bilderwände hängen momentan beide im Büro bei Hamberger. Eine soll da verbleiben und die andere zu ihr ins Wohnzimmer nach Hause wandern – als Blickfang und schöne Erinnerung an ihre Ausbildungszeit.

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