Design-Heizkörper: Some like it hot

Wie ein Band aus Stahl legen sich die Flachrohre um den Heizkörper Ribbon, ein Entwurf von Perry King und Santiago Miranda für Zehnder

Der klobige Staubfänger unterm Fenster ist Geschichte. Die neue Generation Heizkörper kommt in Aufsehen erregendem Design daher.

Die Heizkörper von heute können sich sehen lassen. Über neue Formen und extravagante Lackierungen versucht die Industrie ins Thema Design einzusteigen. Und tatsächlich können es schon etliche der modernen Wärmespender mit ihren Kollegen aus der Möbelbranche aufnehmen. Tendenz: steigend.

Möbelstück Design-Heizkörper
Immer mehr Hersteller engagieren renommierte Kreative für die Gestaltung ihrer Wärmekörper und gewinnen anerkannte Designpreise. Statt als Störfaktor werden Heizflächen inzwischen eher als Dekoration analog eines Möbels empfunden.
Die neuen Heizkörper machen nicht nur kuschelig warm und optisch etwas her. Sie übernehmen auch noch eine ganze Reihe neuer Aufgaben, dienen zum Beispiel als Handtuchhalter, Garderobe oder Raumteiler. Mittlerweile heizt sogar der Badezimmerspiegel und das Brüstungsglas der Galerie. Ihr Prinzip: Im Kern des Verbundsicherheitsglases steckt eine transparente, leitfähige Schicht, die sich bei elektrischer Spannung erwärmt.

Wärmespender in neuen Materialien
Glas, Holz, Naturstein und Aluminium zählen zwar noch zu den weniger üblichen Werkstoffen, zeigen aber wie innovativ in der Branche experimentiert wird. Chrom und Edelstahl sind angesagt, besonders im Badbereich. Und das Traditionsmaterial Stahl glänzt längst in unzähligen Lackierungen – von der RAL-Palette bis zu individuellen Farbvorstellungen.
Der altbekannte Gliederradiator steht vor dem Aus. Seinen Job erledigt mehr und mehr der Flachheizkörper. Dieser heizt mit zwei Verfahren – einmal über die herkömmliche Art der Konvektion, dann über Strahlungswärme. Letztere erreicht den Menschen direkt, vergleichbar mit Sonnenstrahlen und sorgt so für einen höheren Grad an Behaglichkeit.

Mit neuen Heizkörpern Energie sparen
Wer neu baut oder seine alten Radiatoren komplett austauscht, spart laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie zehn bis 20 Prozent Energiekosten. Die neuen Geräte kommen mit weniger Wasser im System aus. Das verkürzt die Reaktionszeit. Sprich: Es wird schneller warm. Gleichzeitig kühlen die Wärmekörper zügiger ab.

Ein Artikel von Tanja Müller

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