Das neue Zuhause: clever und smart

Beim System Divus Mirror ist die Gebäudeautomatisierung im Spiegel visualisiert. Hier kann man sogar erkennen, wer gerade an der Haustür klingelt, und per Touchpanel öffnen.

Jetzt kommt Alexa – die Sprachsteuerung der Technik erobert den Haushalt. Im Zusammenspiel mit cleveren Apps gelingt der Durchbruch für das Smart Home. Die Branche hat sehr lange darauf gewartet.

Auf diese Idee muss man auch erst einmal kommen: per Sprache eine Funktionalität auf dem Smartphone oder Tablet zu starten – und dann geht zuhause das Licht an. Oder die Heizung wird hochgedreht. Klingt verrückt, funktioniert aber tatsächlich. Und so könnte mit Amazons System „Echo“ und der Sprachassistentin „Alexa“ gelingen, woran sich die Elektronik-Industrie mehr als 20 Jahren die Zähne ausgebissen hat: unsere Häuser und Wohnungen in smart homes zu verwandeln.

Die ersten Versuche, Häuser mit Intelligenz aufzurüsten, liegen tatsächlich schon 25 Jahre zurück. Damals hieß der technische Standard „Instabus“, und es waren Ingenieure der Haus-Automation, die ihn entwickelt hatten. Das merkte man den Systemen leider an: Sie waren nur von echten Spezialisten zu installieren und zu bedienen.

Und die Entwickler verkannten ein wichtiges Bedürfnis der Nutzer: Sicherheit und Kontrolle über ihr Zuhause. Die Idee, dass in einem Haus alles automatisch abläuft, ist nun mal für viele keine angenehme Vorstellung. Jeder hat ja schon mal erlebt, dass ein Computer abstürzt, ein Drucker nicht tut, was er soll. Was ist, wenn das mit meiner Haustechnik passiert?

So sind es die kleinen Lösungen, die Amazon Echo, einen per App gesteuerten Thermomix oder programmierbare Heizungsthermostate so sympathisch machen: Sie helfen uns im Alltag, und wenn nicht alles perfekt läuft, ist es kein Drama. Auf diese Weise gewöhnen wir uns langsam und trauen der Technologie schließlich immer mehr zu.

Das Potenzial ist enorm. Smart Home-Technologie schafft:

  • mehr Sicherheit: Haustürkommunikation, Alarmanlage, Sensoren für Rauchentwicklung und Einbruch;
  • mehr Komfort: Steuerung von Jalousien, Beleuchtung, Heizung und Licht abhängig von der Tageszeit, Außentemperatur und Anwesenheit der Bewohner; Integration von smarten Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Kaffeeautomat und Kochgeräten;
  • mehr Energieeffizienz: die Bewohner-abhängige Steuerung des Energieverbrauchs, die Strom- und Heizkosten reduziert;
  • mehr Unterhaltung: Integration und Präsentation von Kino, TV und Musik je nach Vorliebe in allen Räumen der Wohnung.

Natürlich sind große integrierte Lösungen nicht mit Amazon Echo möglich (jedenfalls nicht in absehbarer Zeit). Hierfür braucht es eine Installation z.B. nach dem sogenannten KNX-Standard, der Hersteller-unabhängig Schnittstellen für die Integration zahlloser Funktionen und Geräte ermöglicht. Sie ist im Neubau am leichtesten zu realisieren, kann aber auch nachgerüstet werden. Die Kosten: schnell im fünfstelligen Bereich.

Bevor man sich in diese Dimension begibt, schadet es nicht, smart home einfach mal auszuprobieren: „Alexa, spiel meine Playlist ‚Chillen’. Und mach Feierabend-Beleuchtung.“ Und sich freuen, wenn’s dann richtig gemütlich wird.

Teile deinen Geschmack!

Sie haben bereits abgestimmt!