Bauen und Renovieren ohne Stress

Planen für ein schöneres Zuhause ist ausgesprochen inspirierend. Wer sich dafür Zeit nimmt, kommt zu noch besseren Ergebnissen.

Die Idee ist einfach herrlich – eine Wohnung, die ganz den eigenen Vorstellungen entspricht. Der Weg dorthin kann aber mühsam sein. Zehn Tipps, wie Sie leichter zum Ziel kommen.

Tipp 1: Viel Zeit für die Planung

Während der Planung, wissen Experten, kann man dank cleverer Lösungen nicht nur viel Geld sparen. In dieser Phase lassen sich auch gravierende Fehler vermeiden, die sonst erst während der Arbeiten auftauchen. Deswegen sollte man sich für Planung viel Zeit lassen. Es lohnt sich!

Tipp 2: Mit Materialproben die Wirkung simulieren

Jeder Raum ist anders, und was beim Einrichter oder im Baumarkt toll aussieht, kann zu Hause vollkommen anders wirken. Deswegen ist es geradezu eine Pflicht, möglichst große Material-, Tapeten- und Farbmuster in dem Raum zu testen, in dem sie später für Stil und Gemütlichkeit sorgen sollen.

Tipp 3: Mehrere Angebote einholen – und Referenzen!

Es ist jedes Mal wieder verblüffend, wie unterschiedlich Handwerker kalkulieren können. Das merkt man, wenn man mehrere Angebote einholt. Was derzeit gar nicht so einfach ist, weil viele Betriebe auf Monate ausgebucht sind. Der Versuch lohnt sich trotzdem. Wichtig ist aber, nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern auch auf den Leistungsumfang: Ist wirklich alles im Preis, was gebraucht wird? Und prüfen Sie Referenzen der Handwerker. Schließlich soll ja keiner der Auftrag bekommen, der für weniger Geld auch nur minderwertige Arbeit abliefert.

Tipp 4: Bei größeren Maßnahmen: Experten dazu holen

Sobald mehrere Gewerke (der Fachjargon für unterschiedliche Handwerke) an einem Projekt beteiligt sind, sind Experten hilfreich. Eine Architektin oder ein Innenarchitekt wissen nicht nur, wie man Arbeiten koordiniert und den Baufortschritt begleitet, sie wissen vor allem auch, wo typische Fehler stecken. Außerdem kennen Experten kostengünstige Lösungen. Dieses Wissen macht sich schon in der Planung bezahlt.

Tipp 5: Nachbarn informieren

Auch wenn es gesetzliche Regelungen für Handwerksarbeiten gibt – morgens darf der Lärm um 7 Uhr beginnen! –, hilft es dem Klima in der Nachbarschaft sehr, wenn man informiert, Rücksicht nimmt, kleine Gesten der Verbundenheit zeigt: eine Flasche Wein oder ein Blumenstrauß, wenn’s gerade mal wieder laut war, eine Einladung zum Grillen, wenn eine stressige Bauzeit vorbei ist.

Tipp 6: Die Kosten im Blick behalten

Bauvorhaben werden fast immer teurer als geplant. Das liegt meist an den Bauherren selbst, die in der Euphorie des Gestaltens den Kostenrahmen ignorieren. Auch hier sei nochmal auf Tipp 1 verwiesen: Wer gut plant, kommt hinterher mit seinem Geld aus. Und hat für Sonderwünsche eine kleine Reserve eingeplant.

Tipp 7: Terminplan mit Reserven

Arbeiten dauern länger als gedacht, Handwerker sagen Termine ab: Wer zu wenig Zeit einplant, setzt sich selbst unter Stress. Das gilt erst recht, wenn man selbst Hand anlegt und mit der Arbeit doch nicht so vertraut ist, wie vorher gedacht. Deswegen immer ein wenig Luft einkalkulieren und nicht den Umzug oder nächsten Urlaub direkt an das geplante Ende der Arbeit legen.

Tipp 8: Bei Familien mit kleinen Kindern: Babysitter engagieren

Berater in Einrichtungshäusern, Küchenstudios und Baumärkten können ein Lied singen von gestressten Eltern, die nur endlich eine Entscheidung treffen wollen, weil die Kinder quengeln und drängeln. Ihre Erfahrung: Da wird öfter mal falsch entschieden. Auch Gespräche auf dem Bau verlaufen konzentrierter, wenn eine Oma oder Nanny sich um die Kleinen kümmert.

Tipp 9: Konstruktiver Umgang mit Fehlern

Bei jedem Bauvorhaben, ob klein oder groß, geht etwas schief. Menschen machen einfach Fehler. Wer sich emotional darauf vorbereitet und weder einen Wutanfall hat, noch in Tränen ausbricht, kann mit den Handwerkern sofort über die Lösung sprechen. Auch hierfür ist die Unterstützung eines Experten ausgesprochen hilfreich.

Tipp 10: Baufortschritt fotografieren

Um bei echtem Pfusch aber die nötigen Beweise parat zu haben, sollte jede Arbeit ausführlich fotografiert werden. Nur so lassen sich Reklamationen fundiert begründen, Ansprüche an Handwerker wirksam durchsetzen.

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