Alles cool? Klimageräte für zu Hause

Mann, ist das heißt hier – und schon die Kleinsten wissen, wie herrlich ein frischer Luftzug sein kann.

Wenn die Temperaturen draußen über 30 Grad steigen, ist es auch drinnen oft nur schwer auszuhalten. Dann sehnen wir uns nach einer Klimatisierung der Räume. Lesen Sie, worauf es dabei ankommt.

Die Zahl der Hitzewellen, die wir in Deutschland erleben, hat sich seit 1980 verdoppelt – diese Diagnose stammt von Mojib Latif, renommierter Klimaforscher und Professor am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Die Ursache? Na klar, der Klimawandel. Die Anpassung daran fällt schwer, denn für diese Temperaturen sind die allermeisten Gebäude hierzulande nicht ausgelegt.

Und spätestens, wenn man die dritte Nacht hintereinander kaum in den Schlaf gekommen und das Kopfkissen morgens durchgeschwitzt ist, fragen wir uns: Gibt’s da nicht technische Lösungen, die eine erholsame Nachtruhe ermöglichen? Natürlich, die gibt es: Klimageräte für zu Hause.

Klimageräte schaffen deutliche Abkühlung

Tatsächlich lässt sich die Raumtemperatur mithilfe einfach zu montierender oder gar mobiler Technik um vier bis sechs Grad herunterkühlen. Das Prinzip ist immer dasselbe: Das Gerät saugt warme Raumluft an, kühlt sie mithilfe eines Kühlmittels herunter, gibt die Abwärme nach außen ab und führt dem Raum die kühle Luft zu. Aber auch wenn das den Wohlfühlfaktor erheblich erhöht, sehen viele Energieexperten den Einsatz von Klimageräten, wie sie Baumärkte oder Online-Shops anbieten, kritisch.

Die kritischen Punkte der Technik

Vor allem die sogenannten Monoblock-Geräte, die man ab etwa 600 Euro bekommt, sind aufgrund ihres geringen Wirkungsgrads in der Kritik. Die meisten dieser Geräte führen die Wärme über einen Schlauch ab, der durchs geöffnete Fenster nach draußen geführt wird. Das kann die Einbruchsicherheit beeinträchtigen, führt aber vor allem dazu, dass durch den offenen Fensterspalt warme Luft wieder hereinfließen kann. Das schmälert die Effizienz deutlich. Außerdem sind die Lösungen optisch nicht sehr attraktiv. Ein weiterer Punkt: die Geräuschentwicklung. Der Kompressor, der in den Kühlgeräten arbeitet, ist mitunter deutlich hörbar und kann empfindliche Schläfer in ihrer Nachtruhe stören.

Bei Splitgeräten sind diese Mängel behoben: Der Kompressor sitzt außen, das Klimagerät innen, und beide sind durch eine feste Leitung in der Außenwand verbunden. Drinnen ist also nichts zu hören, und die Fenster können geschlossen bleiben. Die Nachteile: Diese Lösungen müssen der Hauseigentümer oder, bei Eigentumswohnungen, die Eigentümergemeinschaft genehmigen. Zudem sind die Kosten zumeist deutlich höher als bei Monoblocks. Die Montage ist Aufgabe eines Fachbetriebs.

Stromkosten können erheblich steigen

Bei einem Test hat die Stiftung Warentest ausgerechnet, dass im Verlauf von zehn Jahren die Stromrechnung bei Splitgeräten um 291 bis 650 Euro steigt, bei Monoblockgeräten sogar um 664 bis 916 Euro. Sie rät daher, die Klimatisierung nur zu nutzen, wenn es unbedingt nötig ist. Sprich: Wenn man es zuhause sonst gar nicht mehr aushält.

Gibt es Alternativen? Den Ventilator. Der kühlt zwar nicht die Temperatur herunter, kann die heftigste Hitze aber ein wenig erträglicher machen. Vor allem aber kann man dem Aufheizen der Wohnräume vorbeugen. Mehr dazu finden Sie in diesem Haro-Blogartikel. Eigentümer von Haus oder Wohnung können zudem in die Wärmedämmung investieren. Das ist zwar zunächst teurer, aber deutlich nachhaltiger.

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